11.10.2020

Buchempfehlung: "Kritik und Gewalt: Sarrazin-Debatte, "Islamkritik" und Terror in der Einwanderungsgesellschaft" von Prof. Dr. Klaus J. Bade (mit generellen Infos im Artikel)



400 Seiten

Beschreibung bei https://www.migazin.de/author/klaus-j-bade/:

Prof. Dr. Klaus J. Bade, geb. 1944, ist Migrationsforscher, Publizist und Politikberater. Er lehrte bis 2007 Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und lebt seither in Berlin. Er war u.a. Begründer des Osnabrücker Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), des bundesweiten Rates für Migration (RfM) und bis 2012 Gründungsvorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in Berlin. Bade hatte Fellowships/Gastprofessuren an den Universitäten Harvard und Oxford, an der Niederländischen Akademie der Wissenschaften sowie am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Er hat zu Migration und Integration in Geschichte und Gegenwart viele Forschungsprojekte geleitet, einige Dutzend Bücher und zahlreiche kleinere Arbeiten veröffentlicht. Für sein Engagement in Forschung und kritischer Politikbegleitung hat er diverse Auszeichnungen erhalten u.a. das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse (www.kjbade.de). Aktuell ist sein neues Buch "Kritik und Gewalt. Sarrazin-Debatte, ‚Islamkritik‘ und Terror in der Einwanderungs- gesellschaft", Schwalbach i. T. 2013 (ergänzte 3. Aufl. als eBook 2014).


Beschreibung:

Die ‚Integrationsdebatte‘ nach Thilo Sarrazins Buch ‚Deutschland schafft sich ab‘ offenbarte ein Paradox – eine wachsende Akzeptanz des kulturellen Pluralismus, besonders unter jüngeren Menschen, und zugleich massive kulturelle Ressentiments in der Einwanderungsgesellschaft. Der renommierte Migrationsforscher und Politikberater Klaus J. Bade beleuchtet Ursachen, Hintergründe und bedrohliche Folgen dieser paradoxen Spannung. Ihr Ergebnis ist eine gefährliche Ersatzdebatte anstelle der verdrängten Diskussion um die neue Identität in der Einwanderungsgesellschaft. Das Buch beschreibt diese Ersatzdebatte als ‚negative Integration‘: die Selbstvergewisserung der Mehrheit durch die Ausgrenzung einer großen – muslimischen – Minderheit.

Die Politik verkennt die Brisanz dieser negativen Integration, solange sie ‚Integrationspolitik‘ nicht als Gesellschaftspolitik für alle versteht. Mit scharfem Blick identifiziert Bade Zusammenhänge von Wortgewalt und Tatgewalt am Beispiel antimultikulturell und antiislamisch motivierter Bluttaten aus jüngster Zeit: dem Breivik-Massaker in Norwegen und den Serienmorden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Deutschland. Mit der Zunahme von Integrationserfolgen und der pragmatischen Akzeptanz kultureller Vielfalt sind in Deutschland auch aus kultureller Angst geborene fremdenfeindliche Abwehrhaltungen gewachsen, vor allem gegenüber dem Schreckgespenst Islam. Im Umgang mit den Themen Einwanderung, Integration und Islam ist ein kritischer Punkt erreicht.





Das Buch ist bei der Seite Scribd zu lesen, wo man soweit ich weiß, einen Gratis-Probemonat bekommt. Dort habe ich es zuerst gelesen, doch dann trotzdem das Buch gekauft. Lasst uns gute Autoren unterstützen!


Mehr von Prof. Dr. Klaus J. Bade:



Beschreibung des Videos:

Prof. Dr. Klaus J. Bade - Integration, Kulturangst und Terror in der Einwanderungsgesellschaft Integration ist kein einfacher, fröhlicher Weg in ein buntes Paradies. Einwanderungsgesellschaften müssen schwierige und unübersichtliche Kultur- und Sozialprozesse bewältigen. Denn nur, wenn es gelingt, dass Zuwanderer- und Mehrheitsbevölkerung zusammenwachsen, kann Integration gelingen. Im günstigen Fall entwickelt sich eine neue, kollektive Identität. Oft allerdings entstehen Identitätskrisen gesellschaftliche Konflikte – bis hin zu einer negativen Koalition der Extreme, die sozialen Frieden unmöglich macht. Klaus Bade fordert „Gesellschaftspolitik für alle“ anstatt „Integrationspolitik für Migranten“. Zur Person Klaus J. Bade, geboren 1944 in Sierentz (Elsass) Studium der Geschichte, Germanistik, Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg 1972 Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg 1979 Habilitation mit Lehrbefugnis für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg 1980-1981 Lehrstuhlvertretung für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg 1981 Ernennung zum Prof. a. Z. für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg 1982-2007 Professor für Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück 1991-2007 Begründer, Vorstand und Direktor des interdisziplinären ‘Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien‘ an der Universität Osnabrück Begründer und Herausgeber/Mitherausgeber der ‘Schriften des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien‘ und der ‘Beiträge des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien‘ Begründer und Herausgeber der ‘Studien zur Historischen Migrationsforschung‘ 2008 Berufung in den neu gegründeten Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration und Ernennung zu dessen Gründungsvorsitzenden 2009 Wahl zum Vorsitzenden des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration Ausgewählte Veröffentlichungen Kritik und Gewalt. Sarrazin-Debatte, ,Islamkritik' und Terror in der Einwanderungsgesellschaft. Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts. 2013 Enzyklopädie Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart (Hrsg. zus. m. P.C. Emmer, L. Lucassen u. J. Oltmer). Schöningh Verlag, Paderborn, 2007 Leviten lesen: Migration und Integration in Deutschland. Abschiedsvorlesung mit Grußworten und ausgewähltem Schriftenverzeichnis. IMIS-Beiträge, H. 31, Osnabrück, 2007 Normalfall Migration: Deutschland im 20. und frühen 21. Jahrhundert (Zus. mit. Jochen Oltmer). Bundeszentrale für politische Bildung, Reihe ZeitBilder, Bonn 2004 Europa in Bewegung: Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Reihe: Europa Bauen, hg.v. Jacques Le Goff. dte. Ausg.: C.H. Beck Verlag, München, 2000 Ausländer – Aussiedler- Asyl: Eine Bestandsaufnahme. C.H. Beck Verlag (Beck’sche Reihe), München, 1994 Das Manifest der 60: Deutschland und die Einwanderung (Hrsg.). H. Beck Verlag, (Beck’sche Reihe), München, 1994 Deutsche im Ausland – Fremde in Deutschland: Migration in Geschichte und Gegenwart (Hrsg.). Verlag C.H. Beck, München, 1992


Auch:





Auch Bade, der seit Jahrzehnten das Zusammenleben von Eingewanderten und Einheimischen erforscht und dabei keiner ist, der Probleme verschweigt, geriet ins Visier der Islamgegner. Der Internetpranger „Nürnberg 2.0“ stellte sein Foto auf eine virtuelle Fahndungsliste. Der größte islamfeindliche Blog, „Politically Incorrect“, veröffentlichte folgenden Appell:

„Der Kopf der ‚Forscher‘, die Kritik an Sarrazin übten, ist Prof. Dr. Klaus J. Bade.“

Es folgten die kompletten Kontaktdaten Bades.

„Wenn jeder hier mal eine höfliche (!) Mail an den Herrn schickt und nur ein- bis dreimal dort anruft (wiederum höflich bleiben), spürt er vielleicht auch den Gegenwind. Höflich nicht weil er es verdient hätte, sondern um keine Anzeige zu provozieren.“

Wochenlang wurde Bade mit Drohungen, Hassbriefen und Wutmails überzogen.

„Du verdammter dreckiger Hurensohn. (…) Halte bloß Deine beschissenen Empfehlungen für Dich sonst wirst Du Dreckskerl zu Hölle geschickt. Wir wissen wo Du und Deine Drecksfamilie wohnen.“

„Dieser arrogante, islamverliebte Volksverräter, der verzweifelt nach einer Daseinsberechtigung sucht, will den Menschen, die die Wahrheit aussprechen, einen Maulkorb anlegen? Ich wünsche mir sehnlichst, dass er das nächste Opfer wird, das auf einer U-Bahnstation zusammengetreten wird.“

„Es sind typisch Sozialwissenschaftler, die Deutschlands Integrationsmisere hervorgerufen haben. Leute wie Sie sind schuld, dass Menschen von meist türkisch-arabischen Schlägern auf Bahnhöfen niedergemetzelt werden.“


Zusammenfassung des Buches von Dr. Naika Faroutan:



Sehr viele Rezensionen sind hier verlinkt:

Seine Kolumne:


Interview:



Meine Meinung:


Ein umfangreiches, großartiges Werk. Wie so oft rate ich dazu, sich andere Rezensionen durchzulesen, um einen guten Überblick über das Werk zu bekommen. Alle Links sind empfehlenswert.

Der Autor erwähnt, wie Muslime verteufelt werden, und zwar als "Sackratten", "Ziegenficker", "Schleierschlampen", "Gesindel", "Abschaum" und "Türkendreck".

Beleidigungen, Drohungen, Morddrohungen... Davon können nicht nur Muslime, sondern auch Islamkritik-Kritiker ein Liedchen singen. (Siehe oben.) Auch höchstrangige Vertreter der Kirchen, sobald sie es wagen, auch nur ein bisschen positiv über Muslime zu reden. Auch Wissenschaftler werden diffamiert und bedroht von den Leuten, die die Meinungsfreiheit hochhalten. All das wird deutlich aufgezeigt in diesem Buch.



Zitate aus dem Buch hier:


  • Er zitiert den Sozialpsychologen Haci-Halil Uslucan: "Die Mehrheitsgesellschaft identifiziert sich mit den besten ihrer Vertreter, die Minderheit wird aber mit den negativsten Exemplaren ihres kulturellen oder ethnischen Hintergrundes gleichgesetzt. Am Ende wird in jedem Deutschen ein Goethe oder ein Thomas Mann, in jedem Polen aber ein potenzieller Autoknacker, in jedem Türken ein Gewalttäter gesehen" (Seite 46).
  • "Manche der hier agierenden und agitierenden selbsternannten 'Islamkenner' können für ihren vermeintlichen Expertenstatus ungefähr so viel Legitimation beanspruchen wie ein Deutscher, der sich aufgrund seiner Geburt im Land zum Germanisten erklärt, oder ein Klosettbrillenschreiner, der den Optiker als Kollegen versteht" (Seite 240).
  • Er zitiert die Publizistin Hilal Sezgin: "[...] nichts hört ein offener oder klammheimlicher Ausländerfeind lieber, als wenn ihm eine echte Türkin versichert, dass die - natürlich anderen! - Türken genauso dreckig, primitiv und patriarchal sind, wie sie - die Urdeutschen - es schon immer geahnt haben" (Seite 178).
  • "Jenseits der nur fahndungstechnisch belangvollen Frage nach direkten Kontakten Breiviks zur deutschen Szene war sofort erkennbar gewesen, dass viele der in seinem Manifest kumulierten Gedanken sich mit den Vorstellungen 'islamkritischer' bzw. islamfeindlicher Blogs in Deutschland, Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern deckten. Das wurde auch von ihnen selbst ausdrücklich bestätigt und Breiviks Machwerk sogar als die Botschaft einer 'Ikone' unter den 'Widerstandskämpfern' im Abwehrkampf gegen die 'muslimische Invasion' begrüßt, wenn auch verbunden mit dem bedauernden Hinweis, dass der Attentäter der Bewegung mit seiner misslichen Tat einen schlechten Dienst erwiesen habe" (Seite 283).
  • "Die Schwächen des Bestsellers von Kelek haben neben Patrick Bahners am klarsten der früher in München, heute an der London School of Economics and Political Science (LSE) lehrende Kultursoziologe Prof. Dr. Ulrich Beck und die in Erlangen und Trondheim, Norwegen, lehrende Familiensoziologin Prof. Dr. Elisabeth Beck-Gernsheim in einem gemeinsamen Buch herausgearbeitet. Ihre Kritik an dieser 'Opfergeschichte' soll hier etwas ausführlicher zu Wort kommen [...]" (Seite 154).
  • "Dieses wissenschaftsfeindliche Misstrauen, insbesondere gegen die nur 'sogenannten Migrationsforschung' aber ist in Deutschland, wie gezeigt, eine ganz besonders nachhaltige Leistung der in dieser Hinsicht erklärtermaßen forschungsfeindlichen publizistischen 'Islamkritiker'. Der Nachhall ihrer ebenso flachen wie höhnischen wissenschaftsfernen und wissenschaftsfeindlichen Argumente lässt sich bei jedem Mausklick auf die Seiten der islamfeindlichen Netz- und Hetzwerke nachvollziehen" (Seite 362).
 

Der Autor zitiert gern. Links von den Fußnoten - und Zitate davon:


"In jedem Diskussionsforum im Internet gibt es faschistische Hetzer, die Koransuren angeblich aus dem Original zitieren, um zu beweisen, wie schrecklich und gefährlich der Islam sei. Diese Akribie erinnert an Eichmanns Judenreferat im Reichssicherheitshauptamt der SS, wo mit der Zeit die umfassendste Sammlung von Judaika zusammengetragen wurde und die Beflissensten unter den Mördern sogar Hebräisch gelernt hatten. Die kannten den Talmud besser als jeder Jude. Und so ist das heute auch."

"Sachsen im Mai 2012. Zwei Männer überfallen in Bautzen einen kolumbianischen Austauschschüler, beleidigen ihn, treten auf ihn ein. In Hoyerswerda belagern Rechtsradikale das Büro einer Bundestagsabgeordneten, zerschlagen die Scheibe und attackieren einen Mitarbeiter. In Limbach-Oberfrohna greifen Neonazis ein alternatives Bildungshaus an. Ein Sprengsatz explodiert vor der Pizzeria Bollywood in Geithain, sie gehört einem Pakistaner." 



"Nach dem Mord an einer schwangeren Muslima schrieb ein User namens "PigMohamed": "Mir tut es überhaupt nicht leid um diese verschleierte Kopftuchschlampe. Und noch dazu ein Moslem im Bauch weniger!" Der schäumende Eifer der User richtet sich auch gegen jene, die den Islam nicht per se für gefährlich halten: Zu einem "Bericht" über eine Podiumsdiskussion mit Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger in Geretsried findet sich diese Anmerkung: "Diese Furie von Knarrenberger gehört auch aus dem Land exorziert."" 



"In seinem Werk Orientalism (1978) stellte Said die These auf, dass das Aufkommen einer wissenschaftlichen Orientalistik, aber auch des populären Orientbildes im 19. Jahrhundert durch die kolonialen Ambitionen Großbritanniens und Frankreichs wesentlich begünstigt wurden. Besonders brisant ist Saids Feststellung, dass die Orientalistik ideologische, ja teils offen rassistische Haltungen pflegte, die wiederum von Politikern und Meinungsmachern aufgenommen wurden, um Eingriffe in den Orient zu rechtfertigen. Ein markantes Beispiel ist die von Said zitierte Aussage des britischen Orientalisten William Muirs (1819–1905): "Das Schwert Mohammeds und der Koran sind die beiden schlimmsten Feinde der Zivilisation, der Freiheit und der Wahrheit, welche die Welt je gesehen hat." Von solchen Aussagen bis zu den islamkritischen Blogs von heute lässt sich eine gerade Linie ziehen.

[...]

Man säße einer Illusion auf, wenn man glaubte, man könnte die islamkritischen Thesen mit Hilfe schierer islamwissenschaftlicher Sachkenntnis in wahre und falsche Behauptungen aufteilen und dergestalt eine sachliche Auseinandersetzung in die Wege leiten, die zu fundierten Aussagen über den Islam und die Muslime käme. Es ist naiv, anzunehmen, man könnte Islamkritiker "überzeugen" oder zu einer Revision oder Abmilderung ihrer Ansichten bewegen."

Auch sehr empfehlenswert sind diese Links über die vom Autoren oft zitierten Publizisten Patrick Bahners (KLICK für meine Buchempfehlung) und Kay Sokolowsky (KLICK für meine Buchempfehlung):


https://www.heise.de/tp/features/Der-Hass-auf-Muslims-hat-sich-in-Deutschland-wie-eine-Epidemie-breitgemacht-3383198.html

"Kaum spricht einer aus, dass Islamkritik sehr vielen Rassisten als Vorwand dient, um hemmungslos gegen türkische und arabische Migranten zu hetzen, fordern die Kritiker von ihm ein, er solle erst mal was über den Glaubensterror in Saudi-Arabien sagen, bevor er sich über den muslimfeindlichen Rassismus beklagt."


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/islamkritiker-die-panikmacher-1593609.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

"Wie solle man sich das denn konkret vorstellen: 1,5 Milliarden Muslime zu besiegen? Hirsi Ali kam es weniger auf die konkrete Vorstellbarkeit als auf den abstrakten Gedanken an. „Wir befinden uns im Krieg gegen den Islam. Und im Krieg gibt es keinen Kompromiss.“

[...]

Laut Henryk M. Broder „führt eine direkte Linie von Al Qaida im Irak und der Intifada in Palästina zu den Jugendlichen mit ,Migrationshintergrund‘ in Neukölln und Moabit“. Broders Welt ist übersichtlich: Es gibt nur einen Krieg, einen Feind, eine Front. Die radikale Vereinfachung der Weltverhältnisse ist die Attraktion der Islamkritik."

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