18.11.2020

Buchempfehlung: "Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten" von Dr. Jürgen Todenhöfer





352 Seiten


Beschreibung:


"Seit unserer Rückkehr aus dem »Islamischen Staat« wussten wir: Wir müssen nach Mossul zurück."

Die Stadt war von der US-geführten »Antiterror-Allianz« in Grund und Boden gebombt worden, »befreit« worden. Doch zehn Monate später lagen in den Trümmern noch immer tote Kinder. Die »Befreier« hat das nicht interessiert. Weil es nie um Befreiung ging. Jürgen Todenhöfers neues Buch ist eine schonungslose Reportage über das wahre Gesicht unserer Zivilisation. Die Außenpolitik des Westens beruht auf einer zentralen Lüge: Seine oft terroristischen Militärinterventionen dienen nie der Freiheit und Demokratie, sondern stets ökonomischen und geostrategischen Interessen. Unter Lebensgefahr recherchierte Todenhöfer dies zusammen mit seinem Sohn Frederic in den gefährlichsten Krisengebieten der Welt. Sein Fazit: Der Westen muss die Menschenrechte vorleben, statt sie nur vorzuheucheln. Er wird sonst alle Katastrophen der Vergangenheit erneut erleben. Ein großes Plädoyer für Humanismus – das wichtigste Buch von Bestsellerautor Jürgen Todenhöfer.



Das Inhaltsverzeichnis - Screenshots der empfehlenswerten Amazon-Leseprobe - https://www.amazon.de/Die-gro%C3%9Fe-Heuchelei-Politik-verraten/dp/3549100035/ (es ist mir einfach wichtig, die Zwischen-Überschriften zu teilen, sodass sich einem der Inhalt des Buches erschließt):








Meine Meinung:

Top-Empfehlung!

Jürgen Todenhöfer ist wegen seines Engagements gegen Islamhass bei Muslimen sehr beliebt.

Er hatte allerdings vor einiger Zeit bei einigen Misstrauen erweckt, was z. B. seine Haltung zum Syrien-Krieg betrifft. Auch für mich war oft nicht klar, was genau ich nun denken soll. Da will ich aber ein Zitat aus diesem Buch sprechen lassen: „Der Hinweis auf Rebellen und andere Staaten, die angeblich das gleiche oder noch Schlimmeres tun, entschuldigt keines der Kriegsverbrechen der Regierung. Die Bilder der toten Kinder in den von ihr zurückeroberten Gebieten machen mich fassungslos. Ich gestehe, ich habe Assad diese Gnadenlosigkeit nicht zugetraut.“ - Seite 204 - Es sieht also nicht danach aus, als wäre Jürgen Todenhöfer ein Assad-Fan. Nichtsdestotrotz sehe ich seine Ansichten zu Syrien, Iran und Russland sehr kritisch. Aber vielleicht interpretiere ich auch vieles falsch. Dass Jürgen sich nämlich mit Leuten an einen Tisch setzt und mit ihnen redet, bedeutet nicht, dass er diese Leute "mag" - immerhin war er ja auch bei dem Möchtegern-Islamischen Staat und hat deren Unmenschlichkeit ausführlich in seinem Buch "Inside IS" dokumentiert (weshalb ich es nicht verstehe, warum man ihm vorwirft, er würde islamistischen Terror verharmlosen - wenn jemand davon Bescheid weiß, dann ja wohl er!).

Wie auch immer, Jürgen Todenhöfers Biographie ringt mir extrem viel Respekt ab, und ich bin ihm sehr dankbar für sein Engagement für eine bessere Welt. Seine Leidenschaft, für die Opfer der sinnlosen Kriege dieser Welt einzustehen, ist absolut authentisch. Und warum? Ganz klar, weil er immer persönlich vor Ort ist. Das ist auch das Besondere an Jürgen Todenhöfer. So berichtet er beispielsweise, wie er von den Massakern an Rohingya-Muslimen hörte und sich kurzerhand ins Flugzeug setzt, um nach Myanmar hinzufliegen. (https://en.wikipedia.org/wiki/Rohingya_genocide)

Krieg wird von Menschen hinter Schreibtischen beschlossen. Es ist Jürgen Todenhöfers Ziel, ihnen vor Augen zu führen, was Krieg wirklich bedeutet. Er vermutet, dass es daran liegen könnte, dass er die Zerstörung seiner Heimatstadt im Zweiten Weltkrieg live miterlebte. Seit seinem 18. Lebensjahr reist er durch die Welt, vor allem durch Krisengebiete. Mittlerweise ist er 80 Jahre. Seine Reisepässe dürften so manche Stempel haben.

Was vielen, auch mir, am meisten an seinen Berichten gefällt ist Jürgens kritische Haltung zur westlichen Kriegspolitik. Aber ein Anti-Amerikaner ist er deshalb sicher nicht! „Die USA sind ein tolles Land. Die Direktheit und Spontanität seiner Menschen haben mir immer gefallen. Auch die Fairness, mit der alle meine Gesprächspartner mit meiner Kritik umgingen. Viele teilten meine kritische Meinung zur Außenpolitik der USA. Manche meiner deutschen Kritiker nennen mich ‚Anti – Amerikaner‘. Meine amerikanischen Freunde und Bekannte lachen darüber. Ich auch. Ich kritisiere ja auch die deutsche Außenpolitik und bin kein Anti – Deutscher.“ (Seite 140)


Über Terrorismus, der nicht von Muslimen begangen wurde:

Er erwähnt, dass nicht nur George W. Bush seine Kriege als Gottesdienst verkaufte, so wie es jeder weiß, sondern auch der deutsche Divisionspfarrer Adolf Schettler, welcher im Jahr 1915 sagte: „Der Soldat soll tot schießen, soll dem Feind das Bajonett in die Rippen bohren, soll die sausende Klinge auf den Gegner schmettern. Das ist seine heilige Pflicht, ja, das ist sein Gottesdienst.“ [Schettler, Adolf: In Gottes Namen durch! Für die deutschen Streiter in Heer und Flotte. Leipzig 1915, S. 18]

Doch auch Winston Churchill schwärmte von „fröhlichen kleinen Kriegen gegen barbarische Völker“ (Rede von ihm am 14. Dezember 1929), als er im Mittleren Osten gegen Araber kämpfte. Er schrieb dazu übrigens auch in „My Early Life. A Roving Comission“: „Wir gingen systematisch vor, von Dorf zu Dort. Wir zerstörten die Häuser, schütteten die Brunnen zu, fällten die schattigen Bäume, verbrannten die Getreidefelder und brachen die Getreidespeicher auf.“


Er zitiert den Heiligen der katholischen Kirche, Bernhard von Clairvaux https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_von_Clairvaux: Der Soldat Christi, sage ich, tötet unbekümmert, noch sicherer stirbt er. Wenn er stirbt und wenn er tötet, unterstellt er sich Christus. Denn nicht ohne Grund trägt er das Schwert: Er steht im Dienst Gottes, um den zu bestrafen, der Böses tut. [...] Durch den Tod der Heiden wird der Christ verherrlicht. [...] Die sind keine Mörder, die gegen die Feinde der Kirche kämpfen."“ - https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/04/islam-mittelalter-bedrohung-feindbild

„Bartholomäus de las Casas war Augenzeuge der von den spanischen Eroberern angewendeten Methoden. Er schilderte, wie sie Indianern die Hände abhackten, wenn diese bei der Goldsuchererfolglos blieben. Wie sie Gefangenen zum Spaß den Kopf abschlugen. Er schrieb: ‚Unser Werk war es, Verzweiflung zu bringen und zu verwüsten, zu töten, zu zerfleischen und zu zerstören (...). Der Admiral war (...) so ängstlich darauf bedacht, dem König zu gefallen, dass er nicht wiedergutzumachende Verbrechen gegen die Indianer beging. (...) [Sie] ritten auf dem Rücken von Indianern, wenn sie in Eile waren (...). [...].“ (http://ciudadseva.com/texto/brevisima-relacion-de-la-destruccion-de-las-indias/?fbclid=IwAR2X3pGZz792oqN37TLAagH9KXIPdxQKB-eTI7viqW7HqlhShKSOuKWvp5c)
(Seiten 51-52)

Jürgen erwähnt, wie der belgische König Leopold II im Kongo selbst siebenjährige Kinder bis zur Bewusstlosigkeit auspeitschen ließ, denn sie hatten das Verbrechen begangen, in Gegenwart eines Weißen laut zu lachen - bestätigt wurde dies vom belgischen Richter Stanislas Lefranc. Jürgen hat selbstverständlich ein großes Quellenregister für all seine Behauptungen.

Er erwähnt, dass er selbst zur Zeit der Sowjetunion mit dem Oberbefehlshaber der sowjetischen Truppen, Generalfeldmarschall Sergei Achromejew, befreundet war und mit ihm über den sinnlosen Krieg seines Landes in Afghanistan sprach. Auch diesen Krieg hatte Jürgen in tagelangen Fußmärschen mit Blutblasen an den Füßen recherchiert.

„Der Brite James Puckle erfand im 18. Jahrhundert ein ‚Maschinengewehr‘, das man zweifach nutzen konnte. Mit runden Kugeln gegen Christen. Mit quadratischer Munition gegen ‚Heiden‘. Die quadratische Munition fühlte schreckliche Verletzungen zu. Sie war vor allem für muslimische Türken gedacht.“ (Seiten 73-74) - https://en.m.wikipedia.org/wiki/Puckle_gun



„Auch der palästinensische Widerstand bediente sich oft terroristischer Methoden. Bis heute. Einer der bekanntesten palästinensischen Terroristenführer, George Habasch, war marxistischer Leninist, aufgewachsen als griechisch – orthodoxer Christ.“ (Seite 135)


Er berichtet, wie er einmal in Gaza auf einen Trümmerhaufen stieg, auf dem besonders viel Spielzeug lag. Sein Sohn fotografierte die Szene. Daraufhin wurde ihm von seinen unzähligen Hassern vorgeworfen, er hätte das Spielzeug selbst zu den Ruinen transportiert. Dazu kann er nur sagen, dass so etwas nur Leute sagen können, die noch nie in einem Kriegsgebiet waren. “Oder die nicht wollen, dass die Wahrheit über ihre Kriege bekannt wurde.” (Seite 80)


Er erwähnt, dass die Bibel brutaler ist als der Koran: "Der deutsche Althistoriker Alexander Demandt kommentiert die Bibelmassaker mit den Worten: ‚Kriegsgräuel kennen wir natürlich auch von Griechen, Römern und Germanen; aber als Gott wohlgefällig betrachtet sie nur das Alte Testament.‘“ (S. 118-119)

Er zitiert dann brutale Stellen aus dem Alten Testament und sagt: "Das bei Pseudo – Christen beliebte Argument, das Alte Testament habe für Christen keine Gültigkeit mehr, ist unzutreffend. Das Alte Testament gilt für Christen uneingeschränkt weiter. In allen Kirchen wird regelmäßig aus ihm gepredigt. Für Jesus war das Alte Testament das einzige Buch Gottes, an das er glaubte." (Seite 119)

Er zitiert dann aber Stellen aus dem Neuen Testament: Matthäus 10:34: "Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert." Und dann Lukas 19:27 "Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde - bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!"

Für ihn kann Terror, der von Christen begangen wird, selbstverständlich nicht mit dem Christentum gerechtfertigt werden, genauso wenig wie islamistischer Terror mit dem Islam. Er zeigt diese Verse nur auf, um aufzuzeigen, wie einfach es ist, Dinge aus einem Buch - hier, der Bibel - zu sammeln und dann zu behaupten, die ganze Religion sei boshaft, so wie es Islamhasser mit Koranversen tun.


Religionshasser kann er auch nicht verstehen: "Es gibt Stimmen, die den Monotheismus generell die Hauptschuld am Elend unserer Welt geben. Sie vergessen oder verdrängen, was in Zeiten der Herrschaft atheistischer Ideologien geschah: Sowjetkommunisten und Nationalsozialisten ermordeten jeweils über zwanzig Millionen Menschen, chinesische Kommunisten über vierzig Millionen." (Seite 120) In den Fußnoten ist dieser Link: https://www.necrometrics.com



Über den Irakkrieg:


Der völkerrechtswidrige Krieg im Irak 2003 hat über eine Million Menschen getötet und vier Millionen zu Flüchtlingen gemacht. Mittlerweile ist bekannt, dass es nie Massenvernichtungswaffen gab. Die Folge des Krieges: Terroristen schossen "wie Pilze aus dem Boden" (Seite 161). Jürgen Todenhöfer ist es wichtig, über speziell diesen Krieg zu berichten, damit niemand das Ausmaß der Unmenschlichkeit vergisst: "Ein US Offizier war ehrlicher. Er sagte: 'Es [war], wie Robbenbabys totschlagen'" (Seite 31).

„In Bagram bei Kabul ließen GIs gefangene Taliban-Kämpfer von Hunden ‚vergewaltigen‘. Nachdem man sie nackt, mit dem Bauch nach unten, auf einen Hocker gefesselt hatte. In Kandahar erstach und verbrannte ein GI sechzehn Zivilisten, darunter drei Frauen und neun Kinder. [https://www.theguardian.com/world/2012/mar/11/us-soldier-kills-afghan-civilians]. Amerikanische Kill-Teams töteten Afghanen zum Zeitvertreib und schnitten ihnen Finger als Trophäen ab. [https://www.rollingstone.com/politics/politics-news/the-kill-team-how-u-s-soldiers-in-afghanistan-murdered-innocent-civilians-169793]. Wieder andere GIs urinierten auf gefallene Taliban. Manche dieser Täter wurden verurteilt. Doch die öffentliche Empörung hielt sich in Grenzen. Was wäre geschehen, wenn Afghanen diese Taten an amerikanischen Bürgern, Frauen und Kindern begangen hätten? Oder an Deutschen? Hunderttausende Unschuldige wurden im Irak im Namen unserer ‚Werte‘ getötet. Zehntausende in Afghanistan.“ (Seiten 32-33)

„Laut dem früheren Präsidenten Bill Clinton sind die USA jederzeit zum ‚unilateralen Einsatz militärischer Gewalt’ ermächtigt, um sich den ‚ungehinderten Zugang zu Schlüsselmärkten, Energiequellen und strategischen Ressourcen zu sichern“. Selbst Jimmy Carter sah das so.“ (Seite 35)


Er berichtet über die Brutkastenlüge: https://de.wikipedia.org/wiki/Brutkastenlüge


„Laut New York Times wurden Hunderte irakische Soldaten von den US-Soldaten bei lebendigem Leib mit Bulldozern im Wüstensand begraben“ (Seiten 38-39).

„2004 fand im irakischen Falludscha eine der brutalsten Vernichtungsschlachten seit dem Vietnamkrieg da. Alle Regeln des Völkerrechts schienen aufgehoben. Die USA setzten weißen Phosphor ein. Um die Moral der Menschen zu brechen, wurde die Stadt tagelang mit dröhnender Rockmusik beschallt. Und dann von enthemmten Marines fast völlig zerstört. Unzählige Menschen wurden getötet. [...] Ich habe Falludscha danach mehrfach besucht. Und auf den Friedhöfen der Stadt viele Stunden mit trauernden Irakern verbracht.“ (Seite 76)


Wie soll man denn dann Terrorismus bekämpfen?

Laut Jürgen Todenhöfer auf Seite 295 z. B. mit Unterwanderung, Geld, Spezialkommandos und auch mit der Unterstützung der arabischen Sunniten im Irak, die seit 2003 massiv benachteiligt werden.


Natürlich gibt es keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme. Eins ist aber klar: Bombardements bringen nichts, nur Unheil! Er fragt zurecht: "Würde der Westen, wenn es in den bayerischen Alpen ausländische Terroristen gäbe, München bombardieren lassen? Würden wir in Deutschland jemals Bomben und Raketen einsetzen, um ausländische Terroristen zu bekämpfen?" (S. 156)


Er erinnert daran, dass die Bomben, die auf afghanische Städte fielen, Osama bin Laden nichts antaten, der gemütlich auf einem Esel nach Pakistan ritt. Nur Zivilisten starben. "Erst in Pakistan konnte er ausgeschaltet werden. Zehn Jahre später. Nicht durch ein Städtebombardement, sondern durch ein Spezialkommando der Navy SEALs. Die riskierten nicht vorrangig das Leben von Zivilisten, sondern ihr eigenes. Das ist ihr Job." (S. 156)



Über den Islam:

Er zitiert aus Gustave Le Bons Werk „La civilisation des Arabes“: „Wenn man die wissenschaftlichen Arbeiten der Araber und ihre Entdeckungen studiert, sieht man, dass kein Volk derart Großes in derart kurzer Zeit produziert hat.“ (Le Bon 2009, S. 12)


Er berichtet, dass die islamischen Eroberer in der Vergangenheit tolerant gegenüber den Besiegten war. Niemand wurde da gezwungen, den Islam anzunehmen. In der Geschichte des Christentums fände man aber sehr wohl Zwangsbekehrungen, Ermordungen, Versklavungen und Vertreibungen.


"Als der arabische Feldherr und spätere Kalif Umar Jerusalem eroberte, tat er den Christen nichts an. Sie durften selbstverständlich ihren Glauben behalten. Als einige Jahrhunderte später christliche Kreuzfahrer die Heilige Stadt erobern, massakrierten sie gnadenlos Muslime und verbrannten Juden. Kreuzzüge begann damit, dass in Europa erst einmal die Synagogen brannten: in Mainz, Köln, Neuss, Xanten, Regensburg und Prag. Die muslimischen Eroberer profitierten bei vielen Eroberungen oft davon, dass ihre christlichen Gegner heillos zerstritten waren und die unterworfenen Völker tyrannisiert hatten. Die Bevölkerung empfing daher die neuen Herren, die ihren Glauben und ihre Sitten respektierten, häufig mit großer Erleichterung. Für die Sicherheit und den Frieden, die ihnen die neuen Machthaber garantierten, mussten sie eine Wehrersatzsteuer, die Dschizya, zahlen. Doch die war in der Regel niedriger als die Steuern, die ihnen vorher abgepresst worden waren. Und sie durfte die Zakat, die Armensteuer, die Muslime zu zahlen hatten, nicht übersteigen." (Seiten 101-102)


Er erwähnt, dass der erste Kalif der Muslime, Abu Bakr, seiner Armee unter der Führung von Usama Ibn Zaid befahl: "Befolgt diese zehn Ratschläge: Begeht keinen Verrat! Betreibt keine Ausbeutung! Seid nicht arglistig! Verstümmelt niemanden! Tötet keine Kinder, keine alten Menschen und keine Frauen! Vernichtet und verbrennt keine Dattelpalmen! Fällt keine nutzbringenden Bäume! Schlachtet kein Schaf, keine Kuh, kein Kamel, es sei denn zur Nahrung! Ihr werdet Menschen antreffen, die der Welt entsagt haben und in Zurückgezogenheit leben; laßt sie in ihrer Andacht in Frieden! Ihr werdet Menschen begegnen, die euch verschiedene Speisen anbieten. Wenn ihr etwas davon eßt, so sollt ihr dabei Allahs Namen aussprechen." - Link: https://en.wikipedia.org/wiki/Expedition_of_Usama_bin_Zayd

Über den jämmerlichen Versuch islamistischer Terroristen, ihren Terror islamisch zu legitimieren: "Nach der Überlieferung wurden Mohammed und seine Truppen in der Schlacht von Hunain im Jahr 630 aus einer Festung heraus mit Pfeilen angegriffen. Sie schossen mit einem Katapult zurück. Der IS argumentiert, der Prophet habe nicht gewusst, ob hinter der Festungsmauer möglicherweise ein Zivilist stehe. Daher sei das Töten von Zivilisten im Krieg erlaubt. Eine abenteuerliche Argumentation! Wie kann man aus der Beschießung einer Festung das Recht ableiten, in unseren Zeiten auf Weihnachtsmärkten bewusst Unschuldige zu ermorden? Gegenüber der Zivilbevölkerung des Westens argumentiert der IS: ‚Ihr lebt in einer Demokratie, ihr habt die Leute gewählt, die gegen uns Krieg führen. Damit seid ihr für diese Kriege mit verantwortlich. Deshalb dürfen wir euch töten.‘ Diese realitätsferne Argumentation überzeichnet die Möglichkeiten der Zivilbevölkerung in ‚repräsentativen Demokratien‘ wie in anderen Staatsformen, Kriege zu verhindern. [Anmerkung von mir: Pierre Vogel sagt das selbe; auch er hat erklärt, dass Terroristen diese dumme Logik anwenden.] Der Prophet hätte nie so argumentiert. Kaum jemand hat sich konsequenter für den Schutz Unbeteiligter im Krieg eingesetzt als er. Er befahl seinen Truppen vor jeder Schlacht: ‚Ihr sollt nicht ausbeuten, keinen Verrat begehen, kein Neugeborenes, kein Kind, keine Frau und keine Jugendlichen töten.‘ Der Prophet hat von diesem umfassenden Schutz für Zivilisten nicht einmal Angehörige seiner Feinde ausgenommen. Selbst wenn sie Einfluss auf kriegerische Entscheidungen hatten. Auf den Koran und den Propheten kann sich der IS nicht stützen, wenn sich seine Anhänger inmitten Unschuldiger Menschen in die Luft springen. Der IS weiß das."  (Seite 228) - Anmerkung: Hier die Quelle für das Zitat des Propheten: https://sunnah.com/abudawud/15

Über kritikwürdige Verhältnisse in islamischen Ländern schreibt Jürgen: "Vor einigen Jahren besuchte ich in pakistanischen Rawalpindi den ehemaligen Geheimdienstchef Pakistans Hamid Gul. Ich kannte ihn seit Jahrzehnten. Ich erlaubte mir daher, ihm einen Vortrag über die mangelnden Frauenrechte in den paschtunischen Regionen und über die inakzeptable Gewalt der Taliban gegenüber Zivilisten zu halten. Hamid Gul erwiderte kühl: ‚Als wir Paschtunen vor über tausend Jahren den Islam annahmen, haben wir nicht versprochen, unsere paschtunischen Sitten und Bräuche aufzugeben. Der Islam ergänzte die paschtunischen Stammesgesellschaft, aber er ersetzte sie nicht." (Seite 123)


Zu guter Letzt noch ein paar dort erwähnte Links:



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