07.03.2018

Konvertiten als Brückenbauer?

Ich mag den Gedanken, dass (wir) konvertierten Muslime eine Art Brückenbauer sind zwischen deutscher/europäischer einheimischer Bevölkerung und muslimischen Einwanderern. Weil beide Gruppen die "eigenen Leute" sind.



Ich liebe es, dass ich...

... als ethnische Deutsche/Europäerin so richtig gut folgender Personengruppe die Meinung geigen kann: NICHTdeutsche/NICHTeuropäische (z. B US-amerikanische) rassistische Islamhasser, die die Frechheit haben, blonde dirndltragende Deutsche vor grüner Landschaft als Kontrast zu der schlimmen "Islamisierung" in Fotocollagen oder Artikel zu betrachten. (Ach, ich denke gerade übrigens an Islamhasser aus Funk und Fernsehen, welche ethnische Nordafriker oder Asiaten sind und immer gönnerhaft sagen "Muslime dürfen nur dann zu UNS, wenn sie dieses und jenes machen, und wenn sie XY machen, können sie wieder Ziegen hüten in Anatolien". Um das Gefühl zu haben, Teil der Gesellschaft zu sein, schließt man andere Menschen mit Migrationshintergrund aus.)

... gebürtigen Muslimen und auch Nichtmuslimen, die mir unterstellen, ein zu "radikaler" Muslim zu sein, der intolerant gegenüber Nichtmuslimen ist, folgendes sagen kann: Wieso sollte ich gegen meine eigenen Leute intolerant sein?! Dann verweise ich auch gerne auf meine nichtmuslimische Familie und auf Freunde. Ich denke, das ist ein weiterer Grund, weshalb Pierre Vogel so aufrichtig herüberkommt, wenn er erklärt, dass der Islam gegen Terrorismus gegenüber Nichtmuslimen ist.

... deutschen/europäischen Nichtmuslimen das Gefühl gebe: "Jemand von uns konvertiert zum Islam, vielleicht ist der Islam doch nicht so schlimm". Ich mag es, dass ich aufrichtig wirke, wenn ich versuche, Nichtmuslimen Vorurteile über Muslime und Islam zu nehmen, da ich selber vor der Konversion genauso war wie sie (z. B. ins Schwimmbad gegangen).

... gebürtigen Muslimen die Botschaft gebe: Jemand von den supercoolen fortschrittlichen zivilisierten Weißen, welche die Kaffeemaschine erfunden haben, konvertiert zu UNSERER Religion, also offenbar sollten wir diese Religion mehr wertschätzen. Jenen sage ich: Nicht der Islam hat dankbar zu sein, dass es Weiße gibt, sondern Weiße (und alle anderen Menschen auch) haben dankbar zu sein, dass es den Islam ist.

... eine wichtige Erkenntnis bekam und jene auch verbreiten kann, nämlich, dass sowohl Nichtmuslime als auch Muslime das Gefühl haben, von der anderen Seite sowieso nicht gemocht/respektiert zu werden. Das ist der Grund für gegenseitiges Misstrauen.





https://islamqa.info/en/151412 - 151412: Commentary on the verse “And We have sent you (O Muhammad ) not but as a mercy for the Alameen (mankind, jinns and all that exists)” [al-Anbiya’ 21:107]




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