19.06.2017

Salah (Gebet): Der vergessene Sinn des Lebens

Wer nicht betet: Kehre zu Allah سبحانه و تعالى zurück. Solange du noch lebst, ist es niemals zu spät!

"Wie auch immer deine Vergangenheit gewesen sein mochte, deine Zukunft ist immer noch fleckenlos." - Bounaa Mohammed

Oh Allah! RETTE UNSER GEBET!



Hier gibt es mehr von ihr: derperfekteislam.de - Buchempfehlung auf Englisch: "Reclaim your Heart" von Yasmin Mogahed (mit generellen Weisheiten von ihr im Artikel)

Übersetzung:

Das Thema heute ist eines der wichtigsten Themen, denn das Thema ist über Salah, und Salah ist unsere Verbindung zu Allah und unsere tägliche Konversation mit Allah. [...]

Wir denken, wenn wir die Sura Al-Fatiha rezitieren, dass wir einfach nur diese Worte sagen, aber das ist nicht wahr. Wir sprechen tatsächlich mit Allah, denn bei jedem Abschnitt, den wir sagen, antwortet Er uns. [...]


Wenn wir beten, sollten wir erkennen, dass das nicht nur eine einseitige Unterhaltung ist.

Das Gebot des Salah kam während Al Isra wal Miraj, und das war, als der Prophet erst von Mekka nach Jerusalem, nach Al Quds, reiste und danach in den Himmel zu Allah. [...] Der Kontext von Al Isra wal Miraj ist sehr wichtig. Es geschah während einer der härtesten Zeiten im Leben des Propheten. Es war das Jahr der Trauer, und im Jahr der Trauer verlor der Prophet seine Frau Chadidsha und seinen Onkel - in einem Jahr hat er zwei seiner größten Unterstützer verloren. Im selben Jahr war der Vorfall in Taif, als er in einer sehr entwürdigenden und beleidigenden Art herausgeworfen wurde.

Es war also eine sehr schmerzhafte Zeit für den Propheten. Und es war in dieser Zeit, in der Allah das [die Himmelreise] für den Propheten bestimmte. Zuerst reiste er nach Al-Quds, und was dort geschah, war etwas sehr besonderes. Wisst ihr was eine der Geschenke in Jannah [im Paradies] sein wird? Rechtschaffene Gesellschaft. [...] Und was der Prophet in Al-Quds bekam, war die beste Gesellschaft! Er konnte mit allen anderen Propheten zusammen beten. Teil seines Trostes war die Gelegenheit, in dieser Gesellschaft zu sein. Stellt euch das mal vor: alle Propheten sind zusammen und beten und der Prophet leitet das Gebet. Wenn man sich das wirklich mal vorstellt, wie sie alle zusammen durch die Moschee gehen... [...] Während der härtesten Zeit seines Lebens wurde ihm dieses Geschenk gegeben.


Und danach wurde er - und das ist Al Miraj - hoch in den Himmel zu Allah gehoben. Und es war in dieser Zeit, dieser so besonderen Zeit, in der das Gebot zum Gebet kam. Bis zu dieser Zeit war es nicht verpflichtend. Doch in Al Miraj sagte Allah dem Propheten zunächst, dass es verpflichtend sein würde, 50 Mal am Tag zu beten. Und als der Prophet runter kam und Musa [Moses] sah [riet dieser ihm, Allah darum zu bitten, die Zahl herunter zu setzen]. Musa hatte Erfahrung mit den Bani Israel [den Kindern Israels]. Er wusste, dass sie gerne diskutierten und nicht immer leicht waren. Er wusste also, es würde für uns zu schwer sein, 50 Mal am Tag zu beten. Der Prophet kam also hoch und runter und letztendlich wurde die Zahl der Gebete auf 5 Mal am Tag fest gesetzt.

Die Gelehrten dachten darüber nach, was der Sinn dahinter sein könnte, denn natürlich wusste Allah, dass Er es letztendlich auf 5 festsetzen würde, warum also mit 50 anfangen? Und es gibt verschiedene Betrachtungen über dieses Thema. Eine davon hat mich umgehauen, und es ist die folgende Vorstellung: Stell dir vor, du würdest wirklich 50 Mal am Tag beten. Würdest du jemals irgendetwas anderes machen? Im Grunde wäre dein ganzes Leben Salah. Und dennoch war das der erste Befehl, den Allah gab. Fast so, um zu sagen: Das ist wirklich all das was du tun solltest. Das ist alles wofür du erschaffen wurdest. Und ist es nicht so, dass Allah sagte: "Und ich habe die Ginn und die Menschen nur darum erschaffen, dass sie mir dienen" (51:56)? Das ist der eigentliche Grund, weshalb wir erschaffen wurden. 50 Mal am Tag zu beten wäre so, als würden wir unseren eigentlichen Zweck der Erschaffung erfüllen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Salah die einzige Form des Gottesdienstes ist. Tatsächlich können wir unser ganzes Leben zu einem Akt des Gottesdienstes machen. [...]

Alle anderen Gebote wurde dem Propheten durch [den Engel] Jibril offenbart, außer eines, und das ist Salah. Denn Salah, das ist etwas so wichtiges, sodass Allah den Propheten hoch zu Sich holte und ihm dieses Gebot eingab - zu dieser so besonderen Zeit. Und dadurch sehen wir die Wichtigkeit von Salah und die Wichtigkeit, die es in unserem Leben haben sollte. [...]

Die Art, wie wir Salah betrachten, ist falsch. Wir betrachten es als etwas, das wir tun, wenn wir Zeit haben. Wir haben unser Leben, wir haben unsere Treffen, unsere Partys, die Dinge die wir im Leben tun, und wenn wir Zeit haben - falls wir Zeit haben - stecken wir Salah mit rein. Und der Fokus muss das komplette Gegenteil sein. Unser Leben muss sich um Salah drehen - nicht andersrum. Aber die Art wie wir unser Leben leben - falls wir überhaupt beten - ist dass Salah sich um unser Leben dreht. [...] Wir haben Unterricht um diese Uhrzeit, wir haben einen Termin um diese Uhrzeit, all diese Dunya [weltlichen] Sachen, und dann, falls ich Zeit habe, bete ich. Das ist nicht die Art, wie wir [darüber denken sollten]. Salah ist der Sinn unserer Erschaffung.

Das muss die Säule unserer Existenz sein, unseres Alltags, unserer Dinge die wir tun. Der Rest ist bloß ein Ausfüllen von leeren Stellen, der Rest ist nur Bewegung. Und wir bitten Allah darum, dass der Rest eine Verlängerung von Salah ist, eine Verlängerung unserer Anbetung. [...]

Eine weitere Betrachtung, die wir erkennen müssen, wenn es um die Wichtigkeit von Salah geht, ist: Es gibt viele Sünden, die wir als große Sünden betrachten, wie Stehlen, Alkohol trinken, Unzucht, das sind große Sünden. Und dennoch gibt es keine Gelehrten, die sagen "Wenn du stiehlst, bist du kein Muslim mehr." Und es gibt keinen Gelehrten, der sagt "Wenn du Alkohol trinkst, bist du kein Muslim mehr." Es ist wahr, dass das Sünden sind, aber es sagt keiner, dass man dadurch nicht mehr länger ein Muslim ist. Es gibt keinen Gelehrten, der sagt "Wenn du Unzucht begehst, bist du kein Muslim mehr". Und doch gibt es Gelehrte, die sagen "Wenn du nicht betest, bist du kein Muslim mehr". [...] Und der Grund dafür, dass diese Gelehrte das sagen, basiert unter anderem auf einem Hadith des Propheten, wo er sagt: "Der Unterschied zwischen uns und ihnen ist das Salah, das Gebet. Wenn irgendeiner das vernachlässigt, ist er ein Ungläubiger geworden". Und das wird bei Ahmad überliefert, und bei at-Tirmidhi. Und dieser Hadith ist sehr deutlich - der Prophet erklärt: das ist es, was uns von den Nicht-Gläubigen unterscheidet. [...]

[sunnah.com/muslim/1/153youtube.com/watch?v=4uBned3eHa8 - Das ist eine sehr kleine Meinung, aber was ist, wenn diese Gelehrten Recht hatten? Es geht hier übrigens um einen Muslim, der nicht betet und nicht verleugnet, dass man beten muss. Wer die Pflicht des Gebets leugnet, z. B. durch Gedanken wie "Ach, ich habe meine eigene Art, zu Gott zu beten", ist mit Konsens aus dem Islam gefallen.]

[...] Manchmal sind wir im Einkaufszentrum oder bei einem Treffen oder so, und wir sind der Ansicht, wir sind zu beschäftigt, also beten wir, wenn wir zu Hause ankommen. Wir kombinieren dann die Gebete, wenn wir daheim sind. Was wir gerade gemacht haben, ist, wir haben unseren Zweck der Erschaffung wegen einer Party oder eines Schlussverkaufs, oder was auch immer zur Seite gelegt. Das ist ein ernstes Problem. [...] Und es ist eine gewaltige Sünde, selbst außerhalb der Zeit zu beten. Das Salah hat eine spezielle Zeit. Allah erzählt uns im Quran, dass es eine bestimmte festgelegte Zeit hat. [Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben. (4:103)] Und es gibt einen Grund dafür.

Wenn der Doktor dir ein Medikament gibt und sagt "Du musst diese Medizin um 12 Uhr nehmen und dann noch mal fünf Stunden später", was würde dann passieren, wenn du dir denkst "Ich nehme es ein, wenn mir danach ist"? Oder "Ich nehme einfach zwei Dosen vor dem Zubettgehen"? Dann würde die Medizin nicht nur nicht funktionieren, sondern sie könnte dir sogar schaden. Und wenn wir Allahs "Rezept" ignorieren, schaden wir uns selbst und nicht Ihm. Was passiert nun, wenn du dieses Rezept richtig anwendest, fünf Mal am Tag? Du könntest auf der Arbeit sein, in der Schule sein, shoppen sein oder in einen Streit verwickelt sein, ganz egal. Doch wenn die Zeit für das Gebet gekommen ist, dann musst du einen neuen Schwerpunkt setzen. Wenn du das nicht machst, ist es so leicht, Allah zu vergessen. Menschen sind vergesslich. Deshalb haben wir Erinnerungen. Ad-Dhikhr ist ein Name des Qurans, und das bedeutet "die Erinnerung".

Das Gebet ist übrigens die erste Sache, worüber wir am Jüngsten Tag befragt werden. Wenn das Gebet gut ist, ist alles in Ordnung, und wenn das Gebet schlecht ist, ist alles schlecht [Sunan al-Tirmidhī 413].

"Was hat euch in die Hölle gebracht?" Sie sagen: "Wir gehörten nicht zu den Betenden." (Quran 74:42-43)

Wie viele von uns werden unter denen sein, die sagen "Wir waren nicht unter den Betenden"? Oder unter denen, die sagen "Wir waren nicht unter denen, die zur rechten Zeit gebetet haben"?

Wie kann es sein, dass wenn wir auf der Arbeit sind, in der Schule sind, am Schlafen sind, und merken, dass wir auf die Toilette gehen müssen, dass wir dann alles stehen und liegen lassen, um zur Toilette zu gehen? Ganz egal, wo du bist oder wer du bist. Du wirst aufstehen und zur Toilette gehen und dann weiterschlafen (oder weiterarbeiten). Was wir hier gemacht haben: Wir haben unsere körperlichen Bedürfnisse über unsere seelischen Bedürfnisse gestellt. Und unser Körper wird dabei nicht mal für immer sein. Was wird bleiben? Die Seele. Wir essen, weil wir unseren Körper ernähren müssen, weil wir Angst davor haben, zu sterben. Und die Seele vernachlässigen wir, dabei ist sie für die absolute Ewigkeit. Selbst, wenn du im wichtigsten Meeting deines Lebens bist, wirst du auf Toilette gehen, wenn du musst. Selbst, wenn du die wichtigste Prüfung deines Lebens hast, wirst du auf Toilette gehen. 

Lass mich dir mal eine Frage stellen. Es ist nicht physisch notwendig, auf Toilette zu gehen. Technisch gesehen kannst du auch einfach in die Hose machen. Körperlich ist es möglich. Aber du triffst die Entscheidung, auf Toilette zu gehen, weil du dir denkst "Die Konsequenzen, jetzt nicht auf Toilette zu gehen, überwiegen die Konsequenzen, meinem Prüfer oder Chef zu sagen, dass ich auf Toilette muss". Oder aufzuwachen [und aufzustehen - das ist nicht so unangenehm wie in die Hose zu machen]. Du triffst also eine Entscheidung, weil es zu peinlich wäre, es nicht zu tun. Wir stellen die Konsequenz, nicht auf Toilette zu gehen, über die Konsequenzen, die geschehen, wenn wir das Gebet nicht verrichten. 

Das Salah ist nicht nur unsere Möglichkeit, Allah näher zu kommen, es beschützt uns auch von Schamlosigkeit und schlechten Taten. Wenn wir beten, haben wir einen Schutzschild. Wenn wir diesen Schild ablegen, dann wird es uns so viel leichter fallen, zu sündigen.

Der Weg zu Allah ist nicht ohne Anstrengung. Es gibt Leute, die manchmal auf dem richtigen Weg waren und dann von ihm abkamen. Wie ist das geschehen? Das passiert nicht über Nacht. Es passiert in Stücken. Shaitan [Satan] arbeitet in Stufen. Er geht nicht einfach zu dir hin und sagt "Glaube nicht an Allah", denn das würde nicht funktionieren. Er ist schlauer. Wenn man jemanden erschießen will, der eine kugelsichere Weste trägt, dann muss man zunächst dafür sorgen, dass er die Weste auszieht. Shaitan versucht, uns dazu zu bringen, sie auszuziehen.

Wenn du sehr gewissenhaft mit dem Gebet bist, wird er nicht zu dir kommen und sagen "Verpasse das ganze Gebet". Aber vielleicht wird er sagen: "Verschiebe es". Und wenn ich sage "verschieben", dann meine ich, innerhalb der erlaubten Zeit. "Du musst doch jetzt noch nicht beten, du hast noch genug Zeit". Das Gebet aufzuschieben ist der erste Schritt. Nutzen, Konzentration, Demut, Belohnung - das ist nicht das selbe am Ende der Zeit wie in der Anfangszeit. Jetzt bist du nicht mehr so konzentriert. Und dann betest du auf einmal in den letzten erlaubten fünf Minuten. Jetzt ist das Gebet etwas, was man schnell noch machen muss. Es wird eine Aufgabe - eine Bürde, die man einfach loswerden muss.

Einige Eigenschaften der Heuchler sind, dass sie zu faul sind, um zu beten. Und zweitens, dass sie das Gebet verschieben bis ganz zum Ende. Wenn du das Gebet bis zum Ende verschiebst, dann wird die Zeit plötzlich weg sein, wenn auf einmal etwas dringendes dazwischen kommt. Das wird passieren. So funktioniert Shaitan.

Eile zum Gottesdienst zu Allah. Die, die eilen, sind nicht die selben, wie die, die daran hapern. Allah sagt im Quran:

Und ihr sollt in drei Gattungen (gegliedert) werden (56:7): (In) die zur Rechten - was (wisst ihr) von denen, die zur Rechten sein werden? (56:8) Und (in) die zur Linken - was (wisst ihr) von denen, die zur Linken sein werden? (56:9) Und (in) die Vordersten - (sie) werden die Vordersten sein. (56:10) Das sind die, die Allāh nahe sein werden (56:11) in den Gärten der Wonne. (56:12)

Die Vordersten sind die, die Allah nahe sein werden. Damit ist gemeint, die, die sich anstrengen, nach ganz vorne zu gelangen. Es ist wie ein Marathon. 

Wenn es um die Dunya [diese Welt] geht, rennen wir alle um die Wette. Wenn wir Geld verdienen, geben wir uns nie mit dem Minimum zufrieden. Mit unserem Aussehen auch nicht, oder unserem Haus. Doch wenn es um Gottesdienst geht, dann sind wir nicht so. Wir denken uns "Naja, dann bin ich halt auf der untersten Stufe im Paradies". 

Der Prophet sagte: "Wenn da ein Fluss vor eurer Haustür wär und man würde jeden Tag fünf Mal darin baden, würde man an ihm irgendeinen Dreck sehen?" Sie sagten: "Nicht die Spur von Dreck wäre übrig. Der Prophet sagte: "Das ist die Parabel über die fünf Gebete durch die Allah Sünden vergibt" [Ṣaḥīḥ al-Bukhārī 505, Ṣaḥīḥ Muslim 667]. Wir alle sündigen. Wir sind keine Engel. Wir brauchen das Bad. Kennt ihr jemanden, der wochenlang ist ohne zu baden? Nein, denn wir wollen nicht dreckig sein.

Wenn du an Shaitan denkst. Was hat er falsch gemacht? Ihm wurde aufgetragen von Allah, sich niederzuwerfen, und er weigerte sich. Wie viele Niederwerfungen weigern wir uns zu tun, wenn wir nicht beten? Darüber kann man mal nachdenken.

Manche von uns beten vielleicht und beten in der richtigen Zeit, aber das Gebet wurde mechanisch, sodass nur unser Körper betet. Ein Hadith sagt "Geh zurück zum Beten, denn du hast nicht gebetet". [Sahih al-Bukhari 757] Es ist kein korrektes Gebet, wenn wir die die Hühner picken, ganz schnell.

Manchmal haben wir Probleme mit der Demut. Mein Kopf ist nicht da, mein Herz ist nicht da, meine Seele ist nicht dabei. Was können wir dagegen tun?

Was auch immer meinen Kopf beherrscht, was auch immer das ist, worüber ich den ganzen Tag lang nachdenke, als erstes morgens und abends als letztes - das ist auch das, worüber ich im Gebet nachdenke. Wir können uns nicht im Gebet auf Allah konzentrieren, wenn wir uns außerhalb des Gebets nicht auf Ihn konzentrieren. Wir konzentrieren uns auf unsere Kinder, unsere Ehemänner, unser Kochen, unsere Schule und so weiter.

Wir müssen uns auf Allah konzentrieren.


Hier noch mehr Worte von Yasmin Mogahed zum Gebet:

Die Ironie an dieser Wahrheit ist, dass viele Menschen dazu verleitet werden zu denken, dass sie zuerst ihr Leben in den Griff bekommen müssen, bevor sie anfangen können zu beten. Dies ist eine gefährliche List des Schaytan, der weiß, dass das Gebet dieser Person die nötige Energie und Leitung geben wird, um sein oder ihr Leben zu verändern. So eine Person gleicht einem Fahrer, dessen Tank leer ist, aber er dennoch darauf beharrt die Reise zu beenden, bevor er den Tank auffüllt. Diese Person wird nirgends ankommen. Solche Leute verharren jahrelang auf derselben Stelle, ohne zu beten und ohne ihr Leben zu verändern. Schaytan forderte sie heraus und gewann. Auf diese Weise haben wir ihm erlaubt, von uns zu stehlen, was unbezahlbar ist. Unsere Häuser und unsere Autos sind uns so wertvoll, dass wir nie daran denken würden sie ungeschützt zu lassen. Wir bezahlen große Beträge für Alarmanlagen und Sicherheitssysteme, um sie zu schützen. Aber unseren Glauben lassen wir ungeschützt, damit er von dem schlimmsten aller Diebe gestohlen wird – von einem Dieb, der Allah geschworen hat, bis zum Ende der Zeit unser unerbitterlicher Feind zu sein. Ein Dieb, der nicht etwas wertloses wie ein Mercedeszeichen vom Auto stiehlt, sondern einer, der unsere unsterbliche Seele und unsere Dauerkarte zum Paradies stiehlt. [Übersetzt aus dem Englischen; Autorin: Yasmin Mogahed; Quelle: IFN] kopiert von: muslima-world.blogspot.de/2010/08/salah-und-der-schlimmste-diebstahl.html














Abu Malik Al-Ash'ari رضي الله عنه überliefert, dass der Prophet صلى الله عليه و سلم sagte: "Das Gebet ist Licht." [Muslim] Shaykh bin Uthaymin رحمه الله erklärte, dass das Gebet Licht für den Betenden ist. Licht in seinem Herzen, in seinem Gesicht, in seinem Grab und am Tage der Abrechnung. - klick für ein weiteres Bild darüber

Sag nicht "Es ist heuchlerisch, zu beten, wenn man feiern geht und generell kein so guter Muslim ist. Deshalb lasse ich es lieber ganz."


Dieses Argument kommt vom Shaitan.


Im Islam geht es nicht darum, sich zu perfektionieren, um Allah سبحانه و تعالى zu dienen, sondern Allah سبحانه و تعالى zu dienen, um sich zu perfektionieren.



Folgende Worte sind von Mansoor Ahmed, übersetzt von keine Ahnung, vermutlich mir, wenn ich mir so die Kommas anschaue:

"Unsere fünf täglichen Gebete sind ein Weg, um Bindungen zu materiellen Dingen abzudämpfen. Die fünf Gebete lehren mit ihren spezifischen Zeiten, dass Allah größer als alles andere ist, mit dem wir eventuell in diesem Moment beschäftigt sind. Das Morgengebet lehrt uns, dass die von uns am meisten geliebten Dinge, Komfort und Schlaf, uns nicht kontrollieren sollten - also wachen wir am kalten Morgen auf, waschen uns selbst und beten mit Erkenntnis, dass Allah größer ist als unsere Liebe für Gemütlichkeit und Schlaf. Das Mittags- und Nachmittagsgebet lehrt uns, dass, egal wie sehr wir in der Arbeit versunken sind, oder wie sehr wir die Pausen genießen, dies nicht der Zweck unserer Existenz ist. Also lassen wir es für ein paar Minuten und stellen uns hin und beten, bezeugend, dass Allah größer ist. Das Gebet in der Abenddämmerung, wenn wir endlich daheim sind und vorhaben, Zeit mit unserer Familie zu verbringen, zu essen oder einfach zu entspannen - stehen wir auf und beten zusammen, um zu bestätigen, dass Allah größer als alles davon ist. Das Nachtgebet, Isha, wenn wir müde nach einem langen Tag voller Arbeit und Verantwortungen bereit sind, ins Bett zu fallen, und zu schlafen, beten wir wieder, beweisend, dass sich Allah zu unterwerfen größer und besser ist, als ins warme Bett zu fallen. All das sind konstante Erinnerungen an uns, dass wir, egal, wie sehr wir das Leben lieben, für einen höheren Zweck leben." - Mansoor Ahmed


Folgendes ist kopiert von schams.wordpress.com:

In Bezug auf das Gebet, gibt es bei den Menschen fünf Stufen.

[Auf der niedrigsten Stufe ist] der, der seiner eigenen Seele Unrecht tut; der nachlässig ist, der seine Waschung, die Zeiten, die Rahmenbedingungen und die wesentlichen Bestandteile des Gebetes verkürzt.

Auf der zweiten Stufe ist der, der die Zeiten, Regeln und Bestandteile des Gebetes einhält; der die Gebetswaschung einhält, aber von Ablenkungen gehindert wird, denen er aufgrund seines Mangels an innerer Kraft nicht widerstehen kann.

Auf der dritten Stufe ist der, der sich an die Grenzen und wesentlichen Bestandteile des Gebetes hält, und gegen die Ablenkungen ankämpft. Diese Person ist mit den Bemühungen gegen seinen Feind beschäftigt, „damit er ihn seines Gebetes nicht beraubt“. Im Gebet ist er im Kampf (jihad).

Auf der vierten Stufe ist der, der im Gebet steht und sich an alle Voraussetzungen, wesentlichen Bestandteile und Grenzen hält. Sein Herz ist darin vertieft, die Regeln und Voraussetzungen des Gebetes zu bewahren, „damit er nichts auslässt“. Genau genommen wird das Verrichten des Gebetes, so wie es sich gehört, vollends und perfekt, zu seinem einzigen Anliegen. Auf diese Weise nimmt die Sorge um das Gebet und um die Anbetung Allahs, sein Herz völlig in Anspruch.

Auf der fünften Stufe ist der, der das Gebet auf die gleiche Art wie der Vierte verrichtet, aber darüber hinaus sein Herz vor seinen Herrn legt. Somit betrachtet er Gott – immer wachsam vor Ihm, erfüllt von Seiner Liebe und Herrlichkeit – so als ob er Ihn sehen würde, und direkt vor Ihm stehen würde. Daher verschwinden die Ablenkungen, indem der Schleier zwischen ihm und seinem Herrn gehoben wird. Der Unterschied dieser Person in seinem Gebet zu allen anderen ist so groß, wie die Distanz zwischen Himmel und Erde, denn er ist im Gebet [nur] mit seinem Allmächtigen Herrn beschäftigt, worin er die Quelle seiner Freude findet.

[Von diesen fünf Personen], wird die erste bestraft, die zweite verwarnt, die dritte erlöst, die vierte belohnt, und der fünfte wird die Nähe seines Herrn zuteil – denn die Quelle seiner Freude lag im Gebet. Und wen immer das Gebet im Diesseits erfreut, der erfreut sich der Nähe seines Herrn im Diesseits und Jenseits. Und wer Freude bei Gott findet, erfreut andere (im Gegenzug). Aber wer dies nicht tut, verlässt die Welt als ein Verlierer. [Übersetzt aus dem Englischen, al-Wabil as-Sayyib min al-Kalim at-Tayyib von ibn Qayyim]


Ich weiß nicht mehr, von wo das kopiert wurde:

Als Hatim al Asamm über sein Gebet befragt wurde, sagte er: „Wenn die Zeit des Gebets nahe ist, vollziehe ich einen vollständigen Wudu und gehe dorthin, wo ich das Gebet verrichten werde, und setze mich dort hin, bis ich völlig dem gegenüber aufmerksam bin, was ich tun werde. Dann stehe ich auf und bete, mir vorstellend, dass die Ka’bah vor meinen Augen ist, das Paradies zu meiner Rechten, das Höllenfeuer zu meiner Linken und der Todesengel hinter mir. Ich stelle mir vor, dass es das letzte Gebet sein wird, das ich verrichte, stehend in Hoffnung (auf Allah, Sein Paradies und Seinen Lohn) und Furcht (vor Allahs Pein im Höllenfeuer) und rezitiere den Takbir, während ich völlig aufmerksam bin. Ich rezitiere den Qur`an in Ruhe, mache demütig Ruku‘, gehe mit Khushu‘ in den Sujud und sitze dann auf meinem linken Fuß, mit dem linken Fuß auf den Boden liegend und dem rechten Fuß aufrecht, alldieweil betend mit Aufrichtigkeit. Anschließend weiß ich nicht (noch fühl ich mich sicher) ob das Gebet von mir akzeptiert wird!“ [Al Ihya 1/179]


Bei meinem Artikel X-mal gehört, doch auch verinnerlicht? habe ich geschrieben:

Ich habe nachgedacht. Nachgedacht, weshalb ich manchmal Probleme mit dem Gebet habe. Manchmal fühlt es sich physisch so an, als würden mich Magnete nach oben ziehen und ich versuche verzweifelt, dagegen Druck anzuwenden und unten in der Niederwerfung zu bleiben. Ich bin mir nicht ganz sicher, doch ich glaube, das lag an meinem schlechten Gewissen wegen meiner Sünden. Unbewusst kam es mir so vor, als würde ich zu einem Lehrer zitiert werden, der vorhat, mich stark zu schimpfen, weil ich im Schulgebäude Graffiti gesprayt habe oder so. In solch einer Situation ist man so verlegen. Und so erleichtert, wenn man das Gespräch endlich beenden kann. Ab jetzt werde ich vor jedem Gebet Gedanken an meine Fehler verdrängen. Natürlich sollte man das grundsätzlich nicht tun, denn Fehler gehören identifiziert und ausgemerzt und nicht unter den Teppich geschoben - doch vor Gebeten werde ich das tun. Ich werde mir denken "Alles ist in Ordnung zwischen Allah سبحانه و تعالى und mir und Allah سبحانه و تعالى liebt mich".


‘Umar b. al-Khaṭṭāb wurde bewusstlos, nachdem er niedergestochen wurde.
Und es wurde gesagt: "Nichts kann ihn aufwecken, außer der Gebetsruf, wenn er noch lebt."
Sie sagten zu ihm, "Das Gebet wurde beendet, O Anführer der Gläubigen!"
Er wachte auf und sagte, "Das Gebet, bei Allah! Wahrlich, es gibt keinen Anteil am Islam für den, der das Gebet verlässt!"
Er führte das Gebet aus, während seine Wunde butete.
(Siyar a'lam an-Nubala v.5, p.220)


"I really admire the Muslim practice of praying five times a day, at designated times. That devotion to prayer is the equivalent of saying, ‘I don’t find time for God in the midst of my life. I find time for life in the midst of my God.’" - Christopher Yamas


Unterwegs, doch du musst beten? Bete in Umkleidekabinen mit Hilfe eines Kompasses.


Du willst, dass das Gebet schnell vorbei ist? Bleib extra lange im Sujud.


Einige hilfreiche Links:



Erfahrungsberichte von Muslimen (Englisch und sehr hilfreich!):

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen