15.12.2014

"Wieso sollte ich bestraft werden? Ich bin doch kein böser Mensch!"

Laut Christentum kommen alle Nicht-Christen in die Hölle:

Johannes 14, 6: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Im Christentum gibt es lediglich Diskussionen darüber, wie genau das Gegenteil vom Himmel ist - schlimmes Brennen oder nur Gottesferne? Auf jeden Fall kommen dort alle Nichtchristen hin. Nur Christen werden in den Himmel errettet. Es gibt dann noch Diskussionen darüber, ab wann man Christ ist. Ist die Taufe zwingend notwendig oder nicht? So oder so, wer nicht an das Christentum glaubt, kommt nicht in den Himmel - das ist der Konsens in der katholischen und der evangelischen Kirche.

Ihr werdet es aber selten von Vertretern dieser beiden Kirchen hören, da man heutzutage mit Diffamierung und Beleidigung rechnen muss, wenn man an den Lehren seiner Religion festhalten und sie nicht verwässern möchte. Ich kann euch sagen, mir würde es im 21. Jahrhundert keinen Spaß machen, ein Christ zu sein bei all dem Modernismus. Meinen Respekt haben Christen, wenn sie mutig zu ihrer Lehre stehen und sie nicht verdrehen, um gemocht zu werden.

Katholische Kirche:

Folgendes ist kopiert von hier: https://www.theologe.de/theologe18.htm#381

369 - Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seine Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen ... Er [Christus] schenkt auch jedem seine Gnade, der sich nach Kräften müht, so dass er die Rechtfertigung und das ewige Leben erreichen kann. Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet. Wer nicht in dieser Arche ist, wird in der Sintflut umkommen. So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen ... Ebenso verurteilen Wir die gottlose Ansicht derer, die den Menschen das Himmelreich verschließen aus dem falschen Vorwand: es sei unpassend und jedenfalls zum Heil nicht notwendig, die Religion zu verlassen, in der man geboren, erzogen, aufgewachsen sei, auch wenn sie falsch ist. Ja, sie klagen selbst die Kirche an, die erklärt, sie sei die einzig wahre Religion, und die alle Religionen und Sekten, die von ihrer Gemeinschaft losgetrennt sind, verwirft und verurteilt (vgl. unten Nr. 381)

381 - [Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. ´Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.` ([Kirchenheiliger] Fulgentius`) (vgl. oben Nr. 369)


Evangelische Kirche

Die evangelische Lehre betrachtet die Taufe nicht immer als zwingend notwendig für das Heil, doch den Glauben schon!

„Wer mit Wissen und Willen diese Gnade verwirft, kann nicht errettet werden“. (Württembergische Taufagende, Ausgabe 1965, Seite 6).

Folgendes ist kopiert von hier:


"Aber wir haben die göttliche Verheißung und Zusage, dass alle, die an den Sohn Gottes Jesus Christus glauben und auf sein Kreuzesopfer zur Vergebung unserer Sünden vertrauen, ins ewige Leben eingehen werden. Christus-Gläubige dürfen und sollen sich ihres Heiles, des ewigen Lebens, des Himmels, gewiss sein und brauchen sich nicht vor der Verdammnis Gottes, vor der Hölle, zu fürchten."

Folgendes ist kopiert von hier (evangelikal = strenggläubige Protestanten):


Wir glauben, dass die Seelen der Ungläubigen nach dem Tod in bewusster Qual verbleiben bis zu ihrer Auferstehung, wenn sie mit Körper und Seele wiedervereinigt zum Gericht vor dem Großen Weißen Thron erscheinen und in den Feuersee geworfen werden, um ewige Strafe zu erleiden (Matthäus 25,41-46; Markus 9,43-48; Lukas 16,19-26; 2.Thessalonicher 1,8-9; Offenbarung 20,11-15). 


Neuapostolische Kirche


"Seelen im Jenseits, die nie vom Evangelium gehört, keine Sündenvergebung erfahren und kein Sakrament empfangen haben, befinden sich in einem Zustand der Gottferne. Dieser kann nur durch den Glauben an Jesus Christus, die Annahme seines Verdienstes und den Empfang der Sakramente überwunden werden."


Auch die koptische Kirche besagt in ihrer Lehre, dass Nichtchristen in die Hölle kommen.


Siehe auch hier:



https://heilsdogma.wordpress.com/ (katholisch; apostolisch)

http://www.provethebible.net/T2-Objec/G5-003.htm (auch gute Nicht-Christen kommen in die Hölle)

http://www.was-christen-glauben.info/ueber-die-gefahr-von-irrlehren/

https://www.youtube.com/watch?v=dHaCoW0oJ2I - Über das Thema "In die Hölle gehen wenn man als Kind stirbt" - Pierre Vogel über die christliche und islamische Position darüber


Und auch in der Bibel werden die Qualen der Hölle beschrieben:

Matthäus 13, Verse 40-42:

"Und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen.

Offenbarung 14,10:

"Und er wird mit Feuer und Schwefel gequält"

Offenbarung 14,11:

"Der Rauch von ihrer Peinigung steigt auf in alle Ewigkeiten"

Offenbarung 20,10:

"Tag und Nacht werden sie gequält werden in Ewigkeit"


Folgendes ist ein Koranvers:



Die islamische Lehre sagt auch, dass alle Nichtmuslime in die Hölle kommen, sofern sie von der Botschaft des Islams gehört haben. Ab wann gilt es, dass man von der Botschaft gehört hat? KLICK MICH) Wer das als Muslim leugnet, ist mit Konsens aller vier Rechtsschulen aus dem Islam ausgetreten. KLICK MICH.






Klick mal hier: https://www.youtube.com/results?search_query=pierre+vogel+h%C3%B6lle&page=&utm_source=opensearch

Der Absolutheitsanspruch des Islams regt viele Nichtmuslime wahnsinnig auf.

Wenn ich davon überzeugt bin, dass der Islam der einzig wahre Weg ist, dann bedeutet das zwangsläufig, dass ich alle anderen Wege falsch finde. Das ist absolut in Ordnung. Wäre das nicht so, so würde ich ja nicht zu 100 % an meine eigene Religion glauben, oder?

Wenn ein Christ sagen würde "Alle Nichtchristen kommen in die Hölle", würde man auch ihn als Hassprediger bezeichnen. - KLICK - Der Pastor in diesem Link wurde richtig fertig gemacht, dabei hat er nicht mal die Hölle erwähnt, so weit ich weiß. Bitte lest den Text. Finde das so schlimm, dass man Leute wie ihn oder Pierre Vogel fertig macht, weil sie lediglich den Lehren der Religion folgen.

Wenn jemand zu mir sagen würde: "Rebecca, wenn du Jesus nicht als deinen Erlöser anerkennst, dann wirst du für Ewigkeiten im Feuer brennen", wäre ich nicht beleidigt, wenn es auf mich so wirkt, dass diese Person es gerne so hätte, dass ich vor diesem Szenario gerettet werde. Ich kann nachvollziehen, dass solche Worte befremdlich auf Personen wirken, die nicht an die Existenz einer Hölle glauben.


Klick:

Folgendes ist kopiert von fragenzumislam.de/?p=97 - "Man stelle sich folgendes Beispiel vor: Ein Lehrer gibt seiner Klasse als Aufgabe einer Klassenarbeit ein genaues Aufsatzthema vor, welches diese zu behandeln haben. Wenn nun ein Schüler das Thema des Aufsatzes trifft, jedoch nur sehr oberflächlich behandelt, in schlechtestem Deutsch und mit zahlreichen Schreibfehlern, so hat er, da er das Thema im Grunde erfasst hat, immer noch eine Chance auf beispielsweise eine 5. Jener Schüler aber, der einen 20-seitigen Aufsatz verfasst, in perfektem Deutsch und mit hoher Qualität, jedoch das Thema nicht getroffen hat, bekommt zweifelsohne eine 6. So verhält es sich auch mit dem Glauben an Allah xcc: Die richtige Vorstellung von Allah und der richtige Glaube an ihn, ist der Sinn unseres Lebens und der Kern davon. Wer diesen Kern erfasst, ist wie derjenige, der das Thema des Aufsatzes korrekt behandelt. Auch wenn er Fehler und Mängel in seinen Ausführungen hat, hat er grundsätzlich eine Chance auf ein positives Ergebnis. Jener aber, der den Kern seines Lebens, den korrekten Glauben bezüglich seines Schöpfers der ihn erschuf, nicht erfasst hat, ist gleich einem der das Aufsatzthema verfehlt. Das heißt, welch gute Charaktereigenschaften er auch hatte, so hat er die Aufgabe seines Lebens nicht erfüllt und somit kein Recht auf den Lohn."

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgendes zu sagen pflegte: „Der Ungläubige wird am Tage der Auferstehung vorgeführt und zu ihm wird gesagt: „Was hältst du davon, wenn du die Erde voll Gold besessen hättest, hättest du alles zu deiner Erlösung hergegeben?“ Er wird sagen: „Ja!“ Zu ihm wird gesagt: „Einst wurde von dir das verlangt, was noch leichter war als dies.“ [Sahih Al-Bucharyy Nr. 6538]



Siehe auch die Kommentare hier unter diesem Artikel!

Kommentare:

  1. Anonym24.8.17

    Hallo, ich hoffe sehr, mein Kommentar wird veröffentlicht oder dass du an anderer Stelle hierauf eingehst. Habe zwei aufrichtige Fragen, die ich noch nirgendwo beantwortet gefunden habe. Für deine Bemühungen im Voraus vielen Dank!

    Welchen Teil der Botschaft des Islams muss ich erhalten und verstanden haben, um bei Nichtannahme des Islams im Jenseits mit der Hölle bestraft zu werden? Reicht es, dass ich hier und da etwas gelesen habe? Muss ich den Koran gelesen haben?

    Zweite Frage: Was wenn ich den Koran komplett gelesen habe, mich mit Gläubigen unterhalten habe und ich trotzdem nicht daran glauben KANN? Sicher es gibt schönes und gutes im Islam und auch woanders und trotzdem macht es nicht Klick bei mir. Bin kein Atheist, kein Agnostiker, möchte wirklich die Welt begreifen, aber habe dies bis jetzt in keiner mir bekannten Religion gefunden. Mir fehlt das, was der Name deines Blogs beinhaltet, das Perfekte. Zurück zur Frage, wenn einen niemand zwingen kann wahrhaft zu glauben, auch nicht man selbst und einem der "freie" Wille in puncto Glauben auch nichts nützt, wie geht der Schöpfer laut Islam mit so jemanden um? Du hast ja selbst an anderer Stelle diesen Link eingestellt

    https://www.facebook.com/chadidscha.christine/posts/1136162796466519

    Entweder man glaubt wahrhaft oder eben nicht.

    Würde mich über Beantwortung sehr freuen. Wünsche dir und deinen Lieben alles gute!

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    1. Vielen Dank für dein nettes Kommentar!


      Die erste Frage kann niemand beantworten. "Von der Botschaft des Islams hören" klingt tatsächlich vage, aber es ist nicht klar definiert. Keiner kann sagen, ob es reicht, zu wissen, dass es eine Religion namens Islam gibt oder ob man mehr wissen muss über den Islam, oder ob von Gott berücksichtigt wird, wenn man falsche Informationen bekommen hat.

      Auch Pierre Vogel weiß es nicht genau:

      Die Sira Teil 10 - Aus der Finsternis in das Licht, https://www.youtube.com/watch?v=GLCvuSE10wY, Stelle 26:19 bis Ende thematisiert genau diese Frage.

      (Beginn über das Thema "Nichtmuslime in die Hölle" generell ist die Stelle 16:00)

      (Ich muss sagen, das Vage hier dran hilft mir in Bezug auf verstorbene Nichtmuslime, die ich kannte und denen ich persönlich nicht viel erzählt habe über den Islam. Obwohl ich sagen muss, dass hier große Hoffnungen sowieso fehl am Platz sind, denn wenn man die Botschaft nicht erhalten hat, dann bedeutet das letztendlich nur, dass man am Jüngsten Tag geprüft wird. Es bedeutet nicht, dass man am Jüngsten Tag einfach automatisch ins Paradies kommt. Dann müsste man sich als Muslim ja wünschen, man hätte bloß nie vom Islam erfahren.)

      Zur zweiten Frage:

      Man kann einen anderen Menschen tatsächlich nicht dazu zwingen, zu glauben. Gott ist allmächtig und könnte theoretisch in einer Millisekunde dafür sorgen, dass alle Nichtmuslime an den Islam glauben. Er macht das nicht, weil Er uns Menschen (im Gegensatz zu den Engeln) bewusst einen freien Willen gegeben hat. Und dennoch wird er diejenigen bestrafen, die nicht geglaubt haben, obwohl sie die Botschaft gehört haben. Oder gerade deswegen.

      Du sagst jetzt aber etwas interessantes. Du sagst, dass man ja nicht sich selbst zum Glauben zwingen kann - mithilfe des eigenen freien Willens: "Ich zwinge mich jetzt dazu, (an) XY zu glauben". Im Prinzip hast du Recht.

      Doch das Glauben hat im Islam viel mit dem menschlichen Verstand zu tun, und da sind wir wieder beim freien Willen angekommen. Gott fordert die Menschen heraus: "Stelle es durch Wissen fest, dass es keinen Gott außer Allah gibt" (47:19) - Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass Gott den Menschen viele Zeichen gegeben hat, dass der Islam die Wahrheit ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse im Quran, das Wundes des Qurans selbst, die Belege dafür, dass der Prophet Muhammad kein Betrüger gewesen sein konnte, usw.

      "Wir werden sie unsere Zeichen überall auf Erden und an ihnen selbst sehen lassen, damit ihnen deutlich wird, dass es die Wahrheit ist." (41:53) Sehr empfehlenswert ist das Video von Pierre Vogel "100%iger Beweis, dass der Koran das Wort Gottes ist!" (siehe Seite "Islam" oben hier auf dem Blog).

      Worauf ich hinaus will - Gottes Ansicht hier ist: Wer nach all diesen Zeichen und Beweisen nicht glaubt, der hat sich bewusst dagegen entschieden.

      Wer nach all den Beweisen dafür, dass die Erde rund ist, nicht daran glaubt, der hat sich bewusst dagegen entschieden.

      Das ist Gottes Ansicht hier.


      Vielen Dank, wünsche das selbe dir!

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  2. Anonym30.8.17

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. So lässt's sich doch reden! *Daumen hoch*
    Der o.g. Link ist zumindest schon einmal daher hilfreich, als dass diese Frage hier überhaupt einmal behandelt wird. Nach so etwas hatte ich gesucht.
    Wie gesagt, vielen Dank!

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