24.08.2014

Sind Mann und Frau im Islam gleichberechtigt? - Die Stellung der Frau im Islam



Ich persönlich unterscheide zwischen drei Begriffen:
  • Gleichwertigkeit
  • Gleichberechtigung
  • Gleichheit
Ja, die gibt es.

Klick:


O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin, und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, sowie (im Namen eurer) Blutsverwandtschaft. Wahrlich, Allah wacht über euch. (Koran 4:1)

Und wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt und sie über Land und Meer getragen und sie mit guten Dingen versorgt und sie ausgezeichnet - eine Auszeichnung vor jenen vielen, die Wir erschaffen haben. (Koran 17:70)



Zunächst zitiere ich einmal kurz aus "Die Frau zur Zeit des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم" (hier Link)


"Der Koran ist ein göttliches Buch, welches für die Menschheit, für Mann und Frau gleichermaßen herabgesandt wurde (6:130; 2:185; 72:6). Durch die sprachliche Besonderheit der arabischen Grammatik, gelten die Anreden in Maskulin Plural auch für die Frauen. Anreden für eine Gruppe, in der Frauen und Männer vorhanden sind, werden in dieser grammatikalischen Form durchgeführt (Vgl Sure 2:25; 82; 172; 178; 183; 3:130; 4:43;136; 5:6; 8:74).


Doch neben dieser grammatikalischen Anredeform werden die Frauen zusammen mit den Männern auch explizit erwähnt (3:195; 4:124; 9:72; 16:97; 33:35, 73; 40:40, 47:19; 48:5; 57:12).


Für den Koran ist die Erschaffung der Frau gleich wie die des Mannes. Beide wurden aus dem Selben erschaffen (4:1, 6:2, 7:189, 30:20, 35:11, 39:6, 40:67).


Die Sünde, welche zur Verbannung von Adam und Eva aus dem Paradies führte, wird entweder beiden zugesprochen (2:35, 36; 7:189; 30:20; 35;11, 39;6, 40:67) oder Adam wird als Einzelner mit dieser Sünde konfrontiert.


Die muslimische Frau ist genauso dazu verpflichtet, an alle Glaubensgrundlagen zu glauben wie der Mann. Zu diesem Thema gibt es keinen Unterschied (2:8, 62, 177, 285; 5:69)."



Verse und Hadithe:



33:35 Wahrlich, die Gottergebenen Männer und die Gottergebenen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die standhaften Männer und die standhaften Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Almosen spendenden Männer und die Almosen spendenden Frauen, die fastenden Männer und die fastenden Frauen, die ihre Keuschheit wahrenden Männer und die ihre Keuschheit wahrenden Frauen, die Gottes häufig gedenkenden Männer und gedenkenden Frauen – Gott hat für sie Vergebung und großen Lohn vorgesehen.


3:195 Da erhörte sie ihr Herr: “Ich werde keine Handlung unbelohnt lassen, die einer von euch begeht, (gleichviel ob) männlich oder weiblich. Ihr gehört zueinander (ohne Unterschied des Geschlechts)…” (Oder: "Die einen von euch stammen von den anderen".)


16:97 Wer das Rechte tut, und gläubig ist, sei es Mann oder Frau, dem werden Wir ein gutes Leben geben. Und Wir werden ihn nach seinen besten Werken belohnen.


9:71 Und die Gläubigen, Männer und Frauen, sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte und verrichten das Gebet und zahlen die Almosen und gehorchen Gott und Seinem Gesandten. Wahrlich, Gott erbarmt sich ihrer. Siehe, Gott ist mächtig und weise.


24:26 Schlechte Frauen sind für schlechte Männer, und schlechte Männer sind für schlechte Frauen! Und gute Frauen sind für gute Männer, und gute Männer sind für gute Frauen! Diese sind frei von dem, was sie ihnen nachsagen. Vergebung und eine ehrenhafte Versorgung (für sie)!


4:32 „...Die Männer sollen ihren Anteil nach ihrem Verdienst erhalten, und die Frauen sollen ihren Anteil nach ihrem Verdienst erhalten. Und bittet Allah um Seine Gnade. Allah hat vollkommene Kenntnis von allen Dingen.


Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: „Frauen sind die Zwillingshälften der Männer.“ [Abu Dawud, Sunan] and Ibn Hajr al-Asqalani comments that this shows that men and women are equal in rulings unless specified; thus a translation that clarifies the purport would be “spouses”. [Ibn Hajr, Fath al-Bari]


Ummu Salama رضي الله عنه, eine Frau Muhammads صلى الله عليه و سلم, erzählte: "Ich hörte die Leute über al-Hawd (die Zisterne) reden und ich hatte nie etwas darüber vom Gesandten Allahs gehört. Eines Tages, als ein junges Mädchen gerade mein Haar kämmte, hörte ich den Gesandten Allahs sagen: 'Oh ihr Menschen!' Ich sagte zu dem jungen Mädchen: 'Lass mich jetzt allein!' Sie erwiderte: 'Diese Anrede richtet sich nur an die Männer, nicht an die Frauen.' Ich entgegnete: 'Ich bin ein Mensch.'" - Sahih Muslim 5686

at-Tabaris Tafsir zu "Und die Männer stehen eine Stufe über ihnen": KLICKPierre Vogel erklärt das in ein paar Sekunden: https://youtu.be/L47dnIvsTME?t=51m44s


Der Wert eines Menschen liegt in der Gottesfurcht und Frömmigkeit alleine:





Solch eine Gleichwertigkeit gab es nie in der westlichen Welt:


"Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde in der Theologie, aber auch in den Wissenschaften und der Politik darüber debattiert, ob Frauen als Menschen zu gelten haben oder nicht und wenn ja, ob sie „vollwertige“ Menschen seien oder nur eine minderwertige Sonderform." - de.wikipedia.org/wiki/Menschenbild


Bis ins 19. Jahrhundert? Krass! Im Islam war bereits im 7. Jahrhundert klar, dass Männer nicht mehr Wert als Menschen haben als Frauen, siehe die Koranstellen oben. Außerdem gab es nie die Streitfrage, ob Frauen eine Seele haben oder nicht, so wie in der christlichen Theologie.


Der Kalif Umar gab zu, dass sie den Frauen vor dem Islam keinen Wert beigemessen haben. (Al-Bukhari, Sahih, VII, s.46 (Libas, 31); Muslim, Sahih II, s. 1108 (Talaq, 5/31))


Ansonsten:



Da ist eine ganze Sure mit unserem Namen - "Die Frauen".


Der erste Märtyrer im Islam (seit der Offenbarung Muhammads صلى الله عليه و سلم) war eine Frau - Sumayya رضي الله عنه.


Die Begriffe "Mann" und "Frau" werden beide gleich oft im Koran erwähnt, nämlich 24 Mal.


Die erste Person, die das Glaubensbekenntnis sprach, war eine Frau - Chadidscha رضي الله عنه.


In seiner Abschiedspredigt betonte Muhammad صلى الله عليه و سلم unter anderem, dass man die Frauen gut behandeln muss.


Chaula رضي الله عنه, eine Frau der Sahaba, beschwerte sich wegen einer (ungültigen) Scheidungserklärung ihres Mannes beim Propheten صلى الله عليه و سلم. Der Quran erwähnt diese Begebenheit in Sure "Mudschadila" (die diskutierende Frau), die nach dieser streitbaren Frau benannt wurde: "Gehört hat ja Allah die Aussage derjenigen, die mit dir über ihren Gatten streitet und sich bei Allah beklagt, während Allah euren Wortwechsel hört. Gewiss, Allah ist Allhörend und Allsehend." (Quran 58:1) In den darauffolgenden Versen wird die Scheidungserklärung für ungültig erklärt und der Frau damit Recht gegeben.


Maryam, die Jungfrau Maria عليه السلام erhielt viel Lob von Allah سبحانه و تعالى. Es gibt eine ganze Sure mit ihrem Namen, in der von ihr gesprochen wird und wird im Quran häufiger genannt als in der Bibel.


Zwei Frauen bekamen eine direkte Offenbarung von Allah: Die Mutter رضي الله عنه von Musa, also Moses, عليه السلام, und Maryam رضي الله عنه, die Mutter von Isa, also Jesus, عليه السلام.


Zwei Frauen sahen den Erzengel Jibril (Gabriel) رضي الله عنه: Hajar رضي الله عنه und - wieder Maryam رضي الله عنه.


Chadidscha رضي الله عنه, die erste Frau Muhammads صلى الله عليه و سلم wurde von Allah, dem Schöpfer, سبحانه و تعالى, gegrüßt: Al Bukhari 3820 und Muslim 2432.


Aishرضي الله عنه, auch sie eine Frau Muhammads صلى الله عليه و سلم wurde vom wichtigen Erzengel Jibril عليه السلام gegrüßt: Sahih Bukhari 3045 und Sahih Muslim 2447.


Auch Sarah رضي الله عنه, die Frau von Ibrahim (Abraham) عليه السلام sah Engel mit ihren eigenen Augen - jene, die kamen um Ibrahim عليه السلام über das Schicksal der Leute von Lut zu warnen und ihm frohe Botschaft von seinem zukünftigen Sohn Ishaaq عليه السلام zu bringen.


Es war eine Frau, Hafsa رضي الله عنه die Frau des Propheten صلى الله عليه و سلم, die den wichtigen Quran bei sich aufbewahrte.


Allah سبحانه و تعالى erwähnt im Quran Asiyahs رضي الله عنه (die Frau des tyrannischen Pharaos) Gebet: 66:11


Allah سبحانه و تعالى sandte Koranverse extra herab, um Aischa رضي الله عنه vor der Verleumdung zu verteidigen.


Allah سبحانه و تعالى sandte Koranverse extra herab, weil sich Muslimas dies wünschten: Es wird überliefert, Ummu Salama رضي الله عنه, welche zu den ersten Muslimen gehörte und die Ehefrau des Propheten صلى الله عليه و سلم war, soll zu ihm gesagt haben: "Gottesgesandter, wieso werden die Männer in allen Themen erwähnt und wir nicht?". Daraufhin soll der Vers 33:35 offenbart worden sein. (Ibn Hanbal, Musnad, VI, s.301: Tabari, Tafsir, XXII, s.10) Es wird auch überliefert, Ummu Salama رضي الله عنه habe dem Propheten  صلى الله عليه و سلم gesagt "Ich habe keinen Vers vernommen, in dem die Auswanderung der Frauen ihre Erwähnung findet", wonach 3:195 offenbart worden sein soll. (At-Tabari, Tafsir, IV, s.215). Als weiteren Grund für die Offenbarung des Verses 33:35 erwähnt Ibn Sa'd folgende Überlieferung: Die Frauen sollen zu den Männern gesagt haben: "So wie ihr Muslime seid, so haben auch wir diese Religion angenommen und wir haben all das getan, was auch ihr getan habt, doch werdet ihr im Koran erwähnt und wir nicht." Auf diese Demonstration hin soll der besagte Vers offenbart sein. (Ibn Sa'd, Tabaqat, VIII, s.200.) Auch Ummu Umara bint Ka'b (Nusayba) رضي الله عنه gehörte zu den Frauen, die eine (explizite) Erwähnung der Frauen im Koran wollten. (Ibn Hadschar, Isaba, IV, 241-242)


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, und sagte: „O Gesandter Allahs, wer hat am meisten Anspruch auf meine gütige Kameradschaftlichkeit?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter!“ Der Mann fragte weiter: „Wer sonst?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter!“ Der Mann fragte weiter: „Wer sonst?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter!“ Der Mann fragte weiter: „Wer sonst?“ Der Prophet sagte: „Dann dein Vater!“ [Sahih Al-Bucharyy Nr. 5971]


Die Tochter im Islam:


Gott hat im Quran der grausamen vorislamischen Praxis der Tötung von weiblichen Neugeborenen ein Ende gesetzt:

Und wenn das lebendig begrabene Mädchen gefragt wird: "Für welch ein Verbrechen wurdest du getötet?" (Koran 81:8-9) Der Koran verurteilt außerdem die abweisende Haltung einiger Eltern, wenn sie von der Geburt eines Mädchens anstelle eines Jungen hören: Und wenn einem von ihnen die Nachricht von (der Geburt) einer Tochter überbracht wird, so verfinstert sich sein Gesicht, und er unterdrückt den inneren Schmerz. Er verbirgt sich vor den Leuten aufgrund der schlimmen Nachricht, die er erhalten hat: Soll er sie behalten trotz der Schande, oder (soll er sie) in der Erde verscharren? Wahrlich, übel ist, wie sie urteilen! (Koran 16:58-59)


Translation: He grants daughters to whom He wants, and He grants sons to whom He wants. Ibn al-Qayyim: According to me, there’s another reason for this [mentioning daughters before sons]. Allaah gives priority to daughters who were forsaken by the people of ignorance. The reason was to tell the people that this worthless [daughter] according to you should be forsaken, but according to Me, they have such importance that they should be mentioned first! Source: Tuhfat al-Mawdood bi Ahkam al-Mawlood (p. 20) - copied from here


Hadithe bezüglich der Tochter im Islam:

Anas berichtete, dass ein Mann bei Allahs Propheten saß. Einer seiner Söhne kam, um ihn zu sehen. Der Mann küsste seinen Sohn und lies ihn auf seinem Schoß sitzen. (Etwas später) kam eine Tochter des Mannes, um ihn zu sehen. Er ließ sie sich vor ihm niedersetzen. Allahs Prophet sagte zu dem Mann: "Warum behandelst du deine beiden Kinder nicht gleich?" (Auch: "Wenn du nur gerecht zwischen ihnen gewesen wärst.") - As-Saheehah of Albaani (No. 3098)


Al-Miswar Ibn Maḫrama berichtete: ”Ich hörte den Gesandten Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm - als er auf dem Podest stand - sagen: »Die Leute des Stammes von Banu Hišām Ibn Al-Muġīra haben um Erlaubnis dafür gebeten, ihre Tochter ‘Alyy Ibn Abī Ṭālib zur Ehefrau zu geben. Ich erlaube es nicht, und ich werde es nicht erlauben, und nie werde ich es erlauben! Es sei denn, dass sich ‘Alyy Ibn Abī Ṭālib von meiner Tochter scheiden lässt und deren Tochter heiratet. Denn sie ist wahrlich ein Stück von mir: Mich wird das betrüben, was sie betrübt, und mich wird dasselbe Übel treffen, das sie trifft.«“ - Sahih al Bukhari 5230



Allahs Prophet wurde einmal von einem Mann gebeten, Zeuge dafür zu sein, dass er seinem Sohn eine Schenkung macht. Daraufhin fragte Allahs Prophet: "Machst du die Schenkung allen Kindern?" Der Mann verneinte. Allahs Prophet sagte: "Dann suche jemand anderen, der deine Schenkung bezeugt, denn ich werde keine ungerechte oder unbillige Situation bezeugen. (Oh ihr Menschen!) Seid bewusst und fürchtet Allah. Seid gerecht und billig und gleich in der Behandlung eurer Kinder." - Sahîh al-Bukhârî (2587) und Sahîh Muslim (1623)



al-Bara: (Ich sah, wie) Aisha im Bett lag aufgrund hohes Fiebers, da sah ich wie ihr Vater Abu Bakr ihre Wange küsste und sagte: "Wie geht es dir, kleine Tochter?" - S
aheeh Bukhari (3918)



Uqba Ibn `Âmir (r) berichtete: Allâhs Gesandter (s) hat gesagt: “Schätzt eure Töchter nicht gering. Sie sind warmherzig und wertvoll.” (Ahmad Ibn Hanbal)


Sehr, sehr, sehr viele Hadithe bezüglich der Tochter im Islam auf Englisch mit Quellenangabe: KLICK und KLICK


Zitate:

Sheikh Ikram Nadawi sagte: "Ist die Frau eine Tochter, öffnet sie ihrem Vater ein Tor zum Paradies. Ist sie eine Ehefrau, vervollständigt sie die Hälfte des Deen für ihren Ehemann. Ist sie eine Mutter, dann liegt das Paradies unter ihren Füßen. Wenn jeder wüsste, welchen Status die muslimische Frau im Islam hat, dann würde jeder Mann sich wünschen eine Frau zu sein."


"If a person sees his daughters or little ones playing with toys, he should sit with them sometimes. " - Imam Abdur-Rahman As Sa’di in this audio clip: http://goo.gl/NbE5lq - copied from here


Salih ibn Ahmad said: Whenever my father Ahmad ibn Hanbal had a daughter born to him, he would say: "The prophets were the fathers of daughters." And he would say, "About the daughters there has come (in the ahadith) the reward that is known." (Source: Manhaj at-Tarbiyyat an-Nabawiyyah lil Tifl, Muhammad Nur ibn Abdul Haafiz Suwayd) - copied from here


„Allah hat mich mit vier Töchtern gesegnet, sie haben mir das Leben lieb gemacht, dem Beispiel der Propheten folgend, so wie es Imam Ahmad sagte, und den Weg der Tugendhaften gehend. Sie machen mir den Aufenthalt, wo auch immer sie sind, oder die Reise, wo auch immer sie sind, lieb. Sie machen mir die Hoffnung in Allah und das Begehren dessen, was bei Ihm ist, lieb, da ich das Versprechen Allahs auf der Zunge Seines Gesandten kenne: «Wem drei Töchter geboren werden, während er sie hierauf mit Güte behandelt, für den ist das Paradies verpflichtend.» In einer anderen Überlieferung heißt es zwei Töchter und in einer anderen eine Tochter. Dieses schöne Versprechen verhilft den Vätern und Müttern, sich über ihre Töchter zu freuen, sie als ein gutes Omen und als Glückseligkeit zu betrachten, und die Bräuche der vorislamischen Zeit, die immer noch bis jetzt vorhanden sind, abzulehnen, und sie [Töchter] nicht als eine Schande zu betrachten.“ — Sh. Salman al 'Awdah رحمه الله. - kopiert von hier


Was ist Gleichberechtigung genau? Viele würden mir zustimmen, dass GleichBERECHTIGUNG bedeutet, dass man dieselben Rechte, Pflichten und Verbote hat. Tatsächlich ist es im Islam so, dass die meisten dieser Dinge für beide Geschlechter gleich sind. Beispielsweise darf auch der Mann keinen außerehelichen Geschlechtsverkehr haben. Der Mann darf nicht feiern, er darf keinen Alkohol trinken, er darf nicht freizügig herumlaufen (Schwimmbad kann der Mann vergessen), er darf eine Frau nicht mal vor der Ehe küssen. Also vieles, wofür "die arme muslimische Frau" bemitleidet wird, gilt auch für den Mann.

Jedoch gibt es einige Unterschiede, die aus der nicht vorhandenen GleichHEIT der Geschlechter resultieren. Dass der Mann alles für die Familie bezahlen MUSS und die Frau nicht, ist nicht Gleichberechtigung im westlichen Sinne. Das ist im feministischen Sinne "Sexismus". Es gibt noch mehr Unterschiede. Beispielsweise müssen Männer das Freitagsgebet in der Moschee beten, Frauen nicht. Männer müssen die Mahr bezahlen (Brautgeschenk), die Frau nicht. Männer müssen beschnitten werden und Frauen nicht. Männer dürfen kein Gold und keine Seide tragen, doch Frauen schon. Man kann auch Beispiele aufzählen, in denen es zunächst so wirkt, als habe die Frau einen Nachteil, doch das ist alles nur augenscheinlich so, denn Gott ist immer gerecht. Wie auch immer: Trotz nicht vorhandener Gleichheit haben Mann und Frau den selben Wert.

Eine Art Gleichnis von Pierre Vogel von einem der unten eingebetteten Videos: Mann und Frau im Islam sind vergleichbar mit einem Test in der Schule. Du hast zwei Schüler, Schüler Benjamin und Schüler Tim. Beide haben im Mathetest 90 Punkte von 100. Aber in Aufgabe A hat Benjamin 10 Punkte und Ben 7. Und in Aufgabe D hat sich das dann ausgeglichen, weil Ben mehr Punkte als Benjamin hatte. Doch im Endeffekt kommt das selbe Ergebnis raus.


Beispiel: Frauen haben durch ihre Menstruation und die damit verbundenen in der Anzahl weniger Gottesdienste zwar einen Nachteil, gleichen diesen aber durch die Stellung der Mutter und die guten Taten durch die Mutterschaft mehr als aus.


Zitate:
  • "Was wir so oft vergessen, ist, dass Gott die Frau geehrt hat, in der Er ihren Wert in Relation zu Gott gegeben hat - nicht in Relation zum Mann. Als Resultat ist die westliche Feministin dazu gezwungen, ihren Wert in Relation zum Mann zu finden. So hat sie die falsche Annahme, der Mann sei der Standard, akzeptiert, und somit kann sie niemals ein vollwertiger Mensch sein, bis wie genauso wie ein Mann ist. Als sich der Mann die Haare kurz schnitt, wollte sie auch ihre Haare kurz haben. Als der Mann in die Armee ging, wollte sie der Armee auch beitreten. Sie wollte diese Dinge aus keinen anderen Gründen als deshalb, weil der 'Standard' so war." - Yasmin Mogahed
  • Imam Ahmad ibn Hanbal sagte: "Die Frau ist das Beste, was der Mann bekommen kann, und der Mann ist das beste, das die Frau bekommen kann." [al-War',(Seite: 118 oder 188)]
  • "Frauen sind die Hälfte der Ummah, und sie gebären die andere Hälfte, also sind sie die gesamte Ummah." - Ibn al Qayyim, Tuhfat al-Mawlood fi Ahkam al-Mawlood von Ibn Qayyim, S. 16)

Durch dieses Video erfährt man einige der Unterschiede. Westliche Feministinnen würden bestimmt an der einen oder anderen Stelle durchdrehen, aber das kann ich auch nicht ändern.







Wenn die Gesetze über die Geschlechter von Gott selbst stammen, kann es nur fair sein. Würden Männer die Gesetze machen, würden sie immer wollen, dass der Mann Vorteile hat, und würden Frauen die Gesetze machen, würden sie immer wollen, dass die Frau Vorteile hat. Gott hingegen ist weder männlich noch weiblich (, sondern darüber erhaben).


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